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„Starke Trends gezielt nutzen“

Oktober 2026

Geopolitische Konflikte, Marktunsicherheiten und Verlustängste spielen hier keine Rolle. Der C-QUADRAT ARTS Best Momentum Fonds stellt daher gerade in unruhigen Zeiten eine vielversprechende Anlageoption dar. Die Gründe erläutert Leo Willert, CEO & Head of Trading bei ARTS Asset Management, und liefert aktuelle Anlageergebnisse gleich mit.

Kerstin Hammerschmid
LEO WILLERT, ARTS Asset Management GmbH

FONDS exklusiv: Trotz geo- und handelspolitischer Konflikte läuft es an den Aktienmärkten gut. Gleichwohl bleiben die Unsicherheiten groß und halten viele Anleger von Investments ab. Können Sie das verstehen, Herr Willert?
Leo Willert:
Nein, Aktien boomen trotz Unsicherheiten. Das ist doch verrückt. Da bin ich absolut froh, dass ich nicht aufgrund fundamentaler Daten managen muss. Viele vermeintliche Korrelationen funktionieren nicht mehr wie in der Vergangenheit. Daher wird es immer schwieriger, auf der Basis mikro- oder makroökonomischer Daten Alpha zu generieren. 

Wie können Anleger jenseits von Fundamentaldaten und Korrelationen erfolgversprechend investieren?
L. W.: Quantitative Trendfolgemodelle schließen solche Faktoren ebenso wie persönliche Meinungen, kognitive Verzerrungen und Emotionen komplett aus, denn sie funktionieren rein preisbasiert. Die Idee dahinter ist, dass der Markt immer recht hat, da die ganze Wahrheit im Preis steckt. Und das unabhängig von der jeweiligen subjektiven Marktmeinung eines Fondsmanagers. Denn die Märkte mit den stabilsten Trends zeigen mathematisch nach der Momentum-Theorie, dass sie eine erhöhte Chance haben, auch in näherer Zukunft die besten Ergebnisse zu liefern.

Wie werden die Trends konkret genutzt?
L. W.:
Zwei starke Trends waren jüngst Silber und Technologiewerte. Unser Modell generierte bei Halbleiterwerten nach einer Schwächephase im Frühjahr ein neues Einstiegssignal. Zwischenzeitlich lag der Gewinn bei rund 35 Prozent, realisiert wurden letztlich etwa 20 Prozent. Oder Silber: Trotz eines deutlichen Preisanstiegs des Edelmetalls war der Trend intakt und bescherte Anlegern in rund sieben Wochen nochmals etwa 83 Prozent Kurszuwachs. Wir verkauften unsere Position nach einem Stopp-Loss mit einem Gewinn von rund 60 Prozent. Ein Gewinner dieser Größenordnung kompensiert etwa vier bis sechs Verlusttrades. 

Welche Bedeutung hat das Risikomanagement?
L. W.:
Es spielt eine zentrale Rolle. In fallenden Märkten kann unser technisches Handelssystem die Aktienquote schrittweise reduzieren. Unterstützt wird diese Risikomaßnahme durch eine konsequente Stopp-Loss-Systematik, die helfen soll, das Verlustpotenzial zu begrenzen. Im Ergebnis führt dies dazu, dass sich die Allokation des C-QUADRAT ARTS Best Momentum Fonds bereits über mehrere Monate mehrmals verschieben kann. Durch dieses gezielte Nutzen von Trends haben wir per Ende August 2026 ein Plus von 10,28 Prozent erzielt. Auf Sicht von drei bzw. fünf Jahren liegt das Plus bei 34,85 Prozent bzw. 20,67 Prozent.