Startseite » Investmentfonds » Volkswirtschaft » Die Inflation bleibt hartnäckig

Die Inflation bleibt hartnäckig

September 2026

Die EZB erhöhte die Zinsen wie erwartet und verwies auf die weiterhin aufwärtsgerichteten Inflationsrisiken. Ulrike Kastens, DWS, liefert eine Analyse.

DWS
Ulrike Kastens, DWS

Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) heute den Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent erhöht, betont Ulrike Kastens, Senior Economist Europe bei der DWS. Wichtiger als die Zinserhöhung selbst ist jedoch der Ausblick. Während sich der Konjunkturausblick für die Jahre 2026 und 2027 weiter aufhellt, wurden auch die Projektionen für die gesamte Inflationsrate und für die Kernrate in den Jahren 2027 bis 2028 angehoben.

INFLATIONSRISIKEN BLEIBEN

Auch die Risiken für die Inflationsentwicklung bleiben weiterhin aufwärtsgerichtet. Märkte interpretieren dies als ein Zeichen für weitere Zinserhöhungen. In der Pressekonferenz war EZB-Präsidentin Lagarde dagegen unserer Meinung nach deutlich ausgewogener. Sie betonte mehrmals die Datenabhängigkeit und wie schnell sich die Preise für Rohstoffe ändern können. Hinzu kommen die Hinweise auf das abgeschwächte Lohnwachstum und die Verankerung der langfristigen Inflationserwartungen.

Da gleichzeitig die Unsicherheit als sehr hoch bezeichnet wird, dürfte die Notenbank an ihrer Tendenz zur weiteren Straffung der Geldpolitik festhalten. Ob die EZB auch liefern muss, hängt von der Entwicklung der Daten ab.