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KI am Prüfstand

Oktober 2026

Die hohen Investitionssummen zahlreicher großer US-Technologiekonzerne werden zunehmend hinterfragt, analysiert Kristofer Barrett, Head of Global Equities bei Carmignac.

Carmignac
Kristofer Barrett, Carmignac

Forscher fordern mehr Vorsicht, die Investitionen der großen Tech-Konzerne stehen auf dem Prüfstand. Für Chip-Aktien klingt das nach schlechten Nachrichten. Kristofer Barrett, Head of Global Equities bei Carmignac, fragt, was die Entwicklung wirklich bremsen könnte – und was der Markt womöglich übersieht.

Zwei große Risiken gibt es für KI-Hardware. Erstens: Forscher fordern ein langsameres Tempo bei neuen KI-Modellen. Der Bedarf an Rechenleistung sinkt dadurch aber nicht zwingend. Denn auch das Testen und Überwachen der Modelle braucht viel Rechenkraft. Zweitens: Die Investitionen der großen Tech-Konzerne dürften bis 2027 auf rund 1,2 Billionen US-Dollar steigen.

SCHWÄCHERES WACHSTUM

Das Wachstum wird sich abschwächen, ein Einbruch ist aber nicht zu erwarten. Dafür ist der Wettbewerbsdruck zu hoch. Dem stehen drei Chancen gegenüber: KI-Assistenten wie Metas „Muse” erledigen ganze Aufgaben und brauchen dafür mehr Hardware. Engpässe bei Bauteilen, Kühlung und Strom wandern durch die Lieferkette. Und Hardware-Firmen verdienen schon heute am KI-Ausbau. Dennoch sollte die Aktienauswahl sorgfältig erfolgen. Aber ein Ende der der Nachfrage nach Rechenleistung dürfte keines der Risiken zwangsläufig bedeuten.