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09.01.2011

Vermögensverwalter Blackrock will Handelsplattform gründen

Nach ersten Überlegungen im Herbst 2009 steht nun die Umsetzung bevor, zum Nachteil der Investmentbanken 

Rob Kapito,  Präsident von Blackrock

Rob Kapito, Präsident von Blackrock

Der Vermögensverwalter Blackrock will eine eigene globale Handelsplattform auf die Beine stellen, wie die Financial Times berichtet. Die Handelskosten könnten dadurch gesenkt werden, so Rob Kapito, der Präsident von Blackrock, denn die Kunden würden dort unter Ausklammerung der Banken untereinander Transaktionen durchführen. Das vom US-Konzern verwaltete Vermögen lag per Ende September bei 2615 Mrd. Euro, und macht den Vermögensverwalter damit zum größten der Welt. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt die Übernahme von Barclays Global Investors Ende 2009.
Erste Gerüchte über eine Blackrock-Plattform waren schon 2009 aufgekommen, als in einem internen Memo, dass der Financial Times zugespielt wurde, davon die Rede war. Die damaligen Pläne scheinen nun konkret zu werden. "Handelskosten sind signifikante Ausgaben für unsere Kunden, und wir glauben, dass es Platz für eine interne Plattform gibt", erklärte Kapito. Den US-Investmentbanken an der Wall Street, die mit Handelsspesen einen großen Teil ihrer Umsätze und Gewinne erzielen, drohen also herbe Einbußen.