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08.07.2014

US-REITs als „Hidden Champions“ am Immobilienmarkt

Während sich der Häusermarkt in den USA nur langsam erholt, haben Gewerbe- und Spezial-Immobilien teilweise sogar von der Krise profitiert. Über die Real Estate Investment Trusts ist Lacuna hier mit einem Publikums-Fonds investiert.

Brian Jones, Fondsmanager Lacuna US-REIT Fonds

Brian Jones, Fondsmanager Lacuna US-REIT Fonds

Foto: Lacuna

Viele Investoren scheuen seit der Finanzkrise noch immer eine Rückkehr an den US-Immobilienmarkt. Dabei sprechen einige Indikatoren dafür, sich gerade diesen Sektor wieder genauer anzusehen. Einen besonderen Blick seien dabei die so genannten REITs wert (Real Estate Investment Trusts) wert, eine in den USA weit verbreitete Sonderform des Immobilienfonds. Das meinen zumindest die Fondsspezialisten des Regensburger Investmenthauses Lacuna und von Neuberger Berman in New York, die unlängst in Wien zu Besuch waren. Die REITs hätten den Turnaround bereits geschafft haben und hätten auch künftig enormes Potenzial: „Generell punkten REIT-Investments historisch gesehen mit hohen Renditen, attraktiven Dividenden und niedriger Korrelation zu anderen Assetklassen“, erklärte Brian Jones, Fondsmanager des Lacuna US REIT Fonds und Managing Director bei Neuberger Berman. Ottmar Heinen, Vertriebsdirektor für Deutschland und Österreich und Produktspezialist für REITs bei Lacuna, ergänzte: „Die weiterhin stimulierende Politik der Fed und der amerikanischen Regierung schaffen ein positives Umfeld für den REIT-Sektor“. Der Lacuna-Fonds ist in einige Dutzend REITs aus verschiedenen Immobiliensparten investiert.

Jones sieht mehrere Gründe, die für US-REITs sprechen. Da wäre zum einen das positive Wachstum der US-Wirtschaft und die sinkende Arbeitslosenrate, die sich sowohl auf den gewerblichen, als auch auf den privaten Immobilienbereich positiv niederschlägt: „Gewerbeimmobilien haben die Krise bereits überwunden und sind preislich fast wieder auf dem Level von 2006 und 2007. Bei Privatimmobilien startet die Erholung erst jetzt so richtig durch, denn viele Menschen tendierten nach der Krise eher zu Mietobjekten. Mit mehr Neubeschäftigung wird es auch wieder deutlich mehr Eigentum geben.“ Tatsächlich wurden aktuell pro Jahr nur rund eine Million neue Privatimmobilien gebaut. Vor der Krise lag der Wert bei rund zwei Millionen. Zudem haben für Jones mögliche Zinserhöhungen der Fed nur kurzfristige Auswirkungen auf US-REITs, langfristig sind keine negativen Folgen zu erwarten. Zudem sind Banken in den USA jetzt auch wieder zunehmend bereit, Kredite für Gewerbeimmobilien zu vergeben. Besonders starke Nachfrage verzeichnen aktuell Lagerhäuser und Shoppingzentren, auch bei Büroimmobilien zieht die Nachfrage langsam wieder an. Ottmar Heinen ortet vor allem für Privatimmobilien noch einen weiteren Treiber: „Die Immo-Nachfrage in den USA wird in den nächsten Jahren auch stark von der jungen Bevölkerung getrieben sein. Bis zum Jahr 2050 soll die Bevölkerungszahl von rund 400 auf 500 Millionen ansteigen. Das ist ein langfristiger Trend, von dem Immobilien und damit auch REITs profitieren werden“.


Brian Jones, Neuberger Berman


Neben den genannten Gründen spräche auch die Performance für REITs und zeige, dass diese sich schon seit Längerem gut entwickeln: Im Zehn-Jahres-Vergleich schlugen REITs mit 8,27 Prozent wichtige Benchmarks wie den S&P 500 (7,4 Prozent) oder den MSCI EAFE Index (7 Prozent). Lacuna startete bereits 1997 als erste Gesellschaft in Deutschland und Österreich mit dem Lacuna US-REIT Fonds eine Anlageform für diese Assets. Seit dem Jahr 2013 wird der Fonds von den Experten von Neuberger Berman gemanagt. Year-to-date weist der Fonds eine Performance von 13 Prozent aus, seit Auflage sind es rund 9,5 Prozent p.a. Die stärksten Positionen sind die Simon Property Group und die American Tower Corporation. Nischenanbieter wie Studentenheime, Krankenhäuser und Lagerraumanbieter machen mit 31% den größten Branchenanteil aus, gefolgt von Büros und Industrie mit 25%. „Der Lacuna US REIT eignet sich besonders als Stabilisator fürs Portfolio und wenn man alle Höhen und Tiefen mitnimmt, lässt sich damit gute Rendite erzielen“, ist Heinen überzeugt. Die Anleger müssen allerdings auch den Ausgabeaufschlag von 5 Prozent und die Verwaltungsgebühr von 1,75 Prozent p.a. einkalkulieren.