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05.03.2012

„Unsere Zuversicht hat zugenommen“

Elena Shaftan, Fondsmanagerin des Jupiter New Europe (SICAV) bei Jupiter Asset Management, ist entgegen der Marktbewertung optimistisch bei russischen Aktien.

Die „zunehmende Berechenbarkeit der politischen Landschaft“ nennt die Jupiter-Expertin als ersten Grund, außerdem eine wachsende Wirtschaft und eine stark gesunkene Inflation und Arbeitslosigkeit. Für den Aktienmarkt sind die Einschätzungen derzeit ambivalent: "Die Aktienbewertung ist auf einem historischen Tiefststand. Die Risikoscheu des letzten Jahres ist neuer Zuversicht gewichen. Das weitere Potential des russischen Marktes sehen wir als sehr positiv an“, schreibt Elena Shaftan in ihrem Marktkommentar. Aber auch für die Bevölkerung könne noch Positives kommen: "Auch auf der politischen Ebene gibt es Entwarnung. Um sein Ansehen in der Öffentlichkeit zu wahren, wird Putin gezwungen sein, die Korruption wirkungsvoll zu bekämpfen und ökonomische Reformen weiter voranzutreiben. Dies wird sich positiv auf die Außenwahrnehmung Russlands bei den Investoren auswirken.“
Am russischen Aktienmarkt dürften besonders Nebenwerte in den Fokus der Investoren rücken: „Sie haben unter dem allgemeinen Desinteresse an russischen Aktien im vergangenen Jahr besonders gelitten. Teilwiese notieren sie bis zu 50% unter ihrem Net Asset Value (NAV) und bieten deshalb optimale Einstiegsmöglichkeiten." Ebenfalls von Interesse sei der schnell wachsende Infrastruktursektor: „Damit Putin seine Vision eines starken Russlands verwirklichen kann, muss die Regierung in Zukunft massiv in neue Straßen, Brücken, Eisenbahnverbindungen und Flughäfen investieren. Von diesem Trend dürften Infrastruktur-Aktien besonders profitieren."