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06.06.2013

Universal-Investment zieht Bilanz nach dem 1. Halbjahr

Das verwaltete Vermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um 31 Mrd. auf 169 Mrd. Euro an. Am meisten hat das Master-KAG-Geschäft dazu beigetragen.

Bernd Vorbeck, Geschäftsführer Universal-Investment

Bernd Vorbeck, Geschäftsführer Universal-Investment

Foto: Universal

Universal-Investment hat die Unternehmenszahlen für das 1. Halbjahr präsentiert, das traditionell von Oktober bis April geht, und zieht eine erste Zwischenbilanz das Geschäftsjahres. Die unabhängige Frankfurter Investmentgesellschaft konnte das administrierte Vermögen per Ende April 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 31 Mrd. auf 168,6 Mrd. Euro kräftig steigern, ein Rekordwachstum in der Unternehmensgeschichte. Das verwaltete Vermögen hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. „Gefragt sind insbesondere umfassende 360-Grad-Lösungen von der Strukturierung über die Administration bis hin zum Risikomanagement“, sagt Bernd Vorbeck, Sprecher der Geschäftsführung von Universal-Investment. Auch 2013 setzt sich die positive Entwicklung fort, bislang konnten fast neun Mrd. Euro neue Nettomittel eingeworben werden. „Wir rechnen damit, das verwaltete Vermögen im Jahr 2014 auf 180 Mrd. Euro zu steigern“, prognostiziert Vorbeck. Eine Chance für künftiges Wachstum biete u.a. der Durchbruch beim Pension Pooling durch die Einführung der Investment-Kommanditgesellschaft. Damit ist nun erstmals auch in Deutschland eine effiziente Bündelung von Pensionsgeldern internationaler Konzerne möglich.

Anhaltendende Expansion im institutionellen Geschäft

Im Leistungsbereich Administration entwickeln sich insbesondere die Dienstleistungen rund um das Thema Master-KAG sehr positiv, heißt es aus dem Unternehmen. Das in Spezialfonds administrierte Volumen liegt derzeit bei 132,5 Milliarden Euro, 26 Prozent oder 27,3 Mrd. Euro mehr als noch vor einem Jahr. „Investoren setzen mehr denn je darauf, alle Investments über alle Anlageklassen hinweg auf einer Plattform zu bündeln“, weiß Vorbeck. Der Trend bei den Neuanlagen gehe dabei stark in Richtung alternative Investments wie Immobilien oder Infrastruktur, insbesondere über die Luxemburger Tochter. „Investoren wie Pensionseinrichtungen oder Versicherungen suchen in Zeiten niedriger Zinsen auf breiter Front nach Rendite-Alternativen.“ Bei institutionellen Investoren etablieren sich deswegen zunehmend auch Strukturierungsthemen, um Investitionen in Anlageklassen wie erneuerbare Energien oder Beteiligungsprojekte zu ermöglichen. Das neue Geschäftsfeld Product Solutions hat dabei bereits individuelle Projektlösungen mit einem Zielvolumen von rund fünf Mrd. Euro aufgesetzt. Auch das junge Immobiliengeschäft von Universal-Investment ist gut gestartet und konnte die aus der Wertpapierwelt bekannte Trennung von Administration und Asset Management erfolgreich auch für Immobilienanlagen etablieren. So wurden bereits acht deutsche und zwei Luxemburger Immobilienspezialfonds mit Eigenkapitalzusagen in Höhe von 4 Mrd. Euro aufgelegt. „Wir haben uns als Immobilien-Master-KAG klar als neue Größe etabliert“, zieht Vorbeck Bilanz. Mittelfristig strebe Universal-Investment im Immobilienbereich ein Fondsvolumen von 7 bis 10 Mrd. Euro an.

Investoren setzten auf quantitative Portfoliomanagementlösungen

Ein integriertes Risikomanagement mit quantitativen Portfoliomanagementlösungen rückt zudem bei vielen institutionellen Investoren mehr und mehr in den Vordergrund. Insbesondere Wertsicherungskonzepte (+3,8 auf 5,9 Mrd. Euro) und Indexmandate (+1,1 auf 8,6 Mrd. Euro) trugen zum Wachstum des Leistungsbereichs Risk Management bei, dessen Assets under Management um 5,3 auf 15,8 Mrd. Euro anstiegen. Zum Wachstum beitragen sollen künftig auch Services wie Asset-Liability-Studien, Risikobudgetierung, -messung oder -steuerung mit denen insbesondere institutionelle Anleger ihre Anlageziele noch besser erreichen können.

Die Trennung von Anlageentscheidung und Fondsverwaltung setzt sich auch im Bereich der Publikumsfonds mit den sogenannten Private-Label-Fonds weiter fort. Universal-Investment verzeichnete als größter Anbieter von Private-Label-Fonds ein starkes Wachstum. Insgesamt werden aktuell 457 Fonds (+36) mit einem Volumen von 18,9 Mrd. Euro (+4,4 Mrd.) verwaltet. „Wir bauen die Partnerschaften mit unabhängigen Vermögensverwaltern weiter aus. Zugleich etablieren wir uns aber zunehmend auch als zentraler Partner für international agierende Asset Manager“, sagt dazu Vorbeck. Neben der bestehenden Partnerschaft mit der dänischen Saxo Bank konnte Universal-Investment mit dem Übertrag von Publikumsfonds des Münchener Asset Managers Xaia mit einem Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro auch eines der größten Fondsmandate des Jahres sichern.