Meldungen | Aktien, Investmentfonds
24.07.2013

Umschichtung mit Quality und Value

Veritas Investment setzt in der aktuellen Situation auf Aktien und die Kombination der Ansätze „Quality“ (auch bekannt als „Growth“) und „Value“.

Christian Riemann, Senior Fondsmanager bei Veritas Investment

Christian Riemann, Senior Fondsmanager bei Veritas Investment

Foto: Veritas

Die Zinsen für Anleihen sind - nach einem vorübergehenden Anstieg - weiterhin sehr niedrig. Bei Abzug der zu erwartenden Inflation von der laufenden Verzinsung liegen große Teile der Zinsstrukturkurve aktuell im negativen Bereich. Von einer großen Umschichtung zu Aktien („Great Rotation“) ist daher schon seit längerem die Rede, auch wenn sich diese noch nicht im großen Stil bemerkbar gemacht hat. Anleger, die sich für diese Richtung entscheiden, sollten dabei eine Quality-Value-Strategie mit integriertem Risikomanagement verfolgen, meinen die Experten von Veritas Investment. So könnten konsequent Aktien unterbewerteter Qualitätsunternehmen selektiert und Risiken frühzeitig identifiziert und gemieden werden, schreibt Christian Riemann, Senior Fondsmanager bei Veritas Investment, in seiner Analyse für die aktuelle Ausgabe des Veritas Investment Newsletters „Fonds aktuell“. "In einem Umfeld, das durch eine ultraexpansive Geldpolitik, eine relativ geringe Inflation und niedrige Wachstumsraten gekennzeichnet ist, sollten Aktien profitieren, während Renten auf der Verliererseite stehen dürften", meint Riemann. Um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, müssten Anleger aber auch in diesem Umfeld ihre Aktienstrategie sorgfältig abwägen.

Risikovermeidung, moderate Renditen

So spreche genauso viel für eine Selektion gut geführter Qualitätsaktien - den "Quality"- oder "Growth"-Ansatz - wie für die Auswahl unterbewerteter Aktien - den "Value"-Ansatz. Beide Ansätze haben aber auch Nachteile: In einer starken Erholungsbewegung nach einer Baisse seien die oft defensiven Qualitätswerte nicht in der Lage, mit dem Markt mitzuhalten. Umgekehrt zeige die Erfahrung, dass reines Value-Investing in einer Krise problematisch ist und zu renditezehrenden Verlustphasen führen kann. Bei Veritas werde die Kombination der beiden Ansätze durch Aktienselektion und eine Risikomanagementmethode mit Governance-Indikator und Tail-Risk-Filter umgesetzt, erklärt Riemann: "Der Einsatz des Veritas-Governance-Indikators beruht auf der Erkenntnis, dass gut geführte Unternehmen besonders in Marktkrisen besser abschneiden und weniger riskant sind als andere Unternehmen. Der Tail-Risk-Filter hilft dabei, Positionen zu vermeiden, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit extreme Verluste erwarten lassen." Das Ergebnis sei eine Strategie, die defensiven Anlegern auskömmliche Renditen bei reduziertem Risiko bieten kann, verspricht der Veritas-Fondsmanager.