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12.06.2014

"Technologien generieren ebenso viele Gewinner wie Verlierer"

Beim "Investoren- und Start up-Day" von Google Schweiz und DNB Asset Management sprachen Referenten beider Unternehmen vor Investoren über die Aussichten bei Technologie-Aktien.

Sverre Bergland

Sverre Bergland

Foto: DNB Asset Management

Technologische Neuerungen verändern die Welt und schaffen Nachfrage. Gleichzeitig ist der Investitionsbedarf der Unternehmen im IT-Bereich hoch. „Was an Investitionen in den Krisenjahren zurückgestellt wurde, kann jetzt dank anziehender Unternehmensgewinne nachgeholt werden. Von der Wachstumsbeschleunigung dürften allen voran etablierte Akteure wie Google profitieren, welche sich in einer ausgezeichneten Ausgangslage befinden“, lautet der Tenor von Sverre Bergland, Portfoliomanager des DNB Technology Fonds. Mit seinen Technologiefonds, wozu auch ein Long-Short-Angebot zählt, hat DNB Asset Management im deutschsprachigen Raum längst Fuß gefasst. Das zeigte sich auch beim Investoren- und Start up-Day von Google Schweiz, das zu seinem zehnjährigen Bestehen ein Co-Event mit DNB veranstaltete. Während einzelne überbewertete Social Media-Plattformen und hochinnovative 3D-Printing-Firmen die erwarteten Korrekturen hinnehmen mussten, bleiben die "Old Techs" wie Google im Hoch. Entsprechend selbstbewusst präsentierte sich Google Schweiz am Start up- und Investoren-Tag der interessierten Investorengruppe, die DNB Asset Management nach Zürich geladen hatte. Wie Patrick Warnking, Chef von Google Schweiz, ausführte, liegt der Fokus der Innovation auf dem Mehrwert für die Anwender. Die große Herausforderung bestehe darin, die Technologien etwa im Bereich Stimmenerkennung stetig weiterzuentwickeln und dabei die ausufernden Kosten im Griff zu behalten. "Aus der Schweiz heraus arbeiten wir daran, modernste Internet-Technologien für Nutzer und Unternehmen laufend weiter zu entwickeln – und das sehr erfolgreich nun schon seit zehn Jahren", so Warnking. Das Potenzial der Internettechnologien sei gigantisch, seien doch immer noch rund fünf Milliarden Menschen weltweit offline.

Innovationskultur als Schlüssel zum Erfolg

Die Innovationskultur werde bei Google Schweiz besonders groß geschrieben, so Warnking weiter: „Jeder Mitarbeiter hat seinen individuellen Businessplan, Kollegen beraten einander gegenseitig, die praktizierte Fehlerkultur ist zentral. Schlüsseltechnologien sind mobile Anwendungen und semantische Verbindungen“. Die technischen Neuerungen verändern die Welt in vielerlei Hinsicht: Sverre Bergland, Portfoliomanager des DNB Technology Fonds, führte am Beispiel von Google aus, dass neue Technologien auch neue Geschäftsbereiche schaffen, Produktivität und wirtschaftliches Wachstum steigern und die politische Landkarte verändern: „Die disruptiven Technologien generierten ebenso viele Gewinner wie Verlierer. Da sich diese Entwicklungen zumeist über Monate hinweg abzeichneten, bleibe für Investoren genügend Zeit, sich anzupassen und Gewinner wie Verlierer vor wechselndem Hintergrund zu identifizieren.“

Technologieblase nicht in Sicht

Als zentrale Akteure sieht Bergland heute die Distributoren von Inhalten, als Beispiel nannte er – wenig überraschend – Google. Gerade in Entwicklungsländern haben sie aufgrund der massiv steigenden Verbreitung von Smartphones enormes Potenzial. Von der vielzitierten Technologieblase seien lediglich einige überbewertete Titel betroffen, die innerhalb kürzester Zeit abgestürzt seien. Bei den Akteuren der "Old Economy" hingegen seien langfristige Investitionen aufgrund des großen Potenzials empfehlenswert. So sei etwa Google mit Android, TV, YouTube, Chrome und den künftigen Angeboten wie Google Glass, Robotics, Connected Homes und den Selfdriving Cars breit aufgestellt und verspreche konsistente Langzeitrenditen für Investoren. Neben Google zeichnen sich laut Bergland auch Aktien von Größen wie eBay, Samsung und Netgear durch erfreuliche Renditen aus.

Auch für die Anleger ging die Rechnung bisher jedenfalls auf: Der DNB Technology Fonds (ISIN: LU0302296495) konnte sich mit einer durchschnittlichen jährlichen Performance von 11,63% an die Spitze seiner Vergleichsgruppe stellen. Im vergangenen Jahr konnte er ein Plus von 39,17% verzeichnen, das sind 13,42 % mehr, als die Benchmark des Fonds erreicht hat. Das heterogene Umfeld mit teils gegenläufigen Trends stellt macht sich das Managementteam des DNB TMT Absolute Return Fonds (ISIN: LU0547714526) zu Nutze. Dieser strebt langfristig eine positive absolute Rendite unabhängig von den Marktbedingungen an, indem er Long- und Short-Positionen in den Sektoren Technologie, Medien und Telekommunikation eingeht. Beide Fonds werden von Anders Tandberg-Johansen gemeinsam mit den Co-Portfoliomanagern Sverre Bergland und Erling Thune verwaltet.