Meldungen | Märkte, Rohstoffe
04.08.2014

Rohstoffmärkten fehlen Impulse

Niedrige Volatilitäten auf Jahressicht begleiten derzeit noch die Rohstoffmärkte, obgleich es genügend Krisen gibt. Betrachtet man dabei den Öl-Sektor, so hat die Steigerung der Ölfördermenge im Juli durch die OPEC weiter steigende Preise verhindert, mehr dazu von Mads Koefoed im Rohstoffkommentar der Saxo Bank.  

Auch wenn sich die aktuellen Krisen in der Ukraine und im Gaza-Streifen zu einem hochexplosiven Cocktail für Rohstoffe mischen könnten, war das laufende Jahr aus Marktperspektive zumindest bis jetzt arm an Ereignissen. Laut dem S&P GSCI-Rohstoffindex liegt die Jahresvolatilität im Rohstoffsektor bei 9,3 Prozent, was weniger als die Hälfte der Durchschnittsvolatilität seit dem Jahr 2000 entspricht.


Gold hat im zweiten Quartal etwas an Momentum verloren, was auch im Juli mit einem Verlust von 3,4 Prozent seine Fortsetzung fand. Grund dafür sind die stärker als erwartet wachsende US-Wirtschaft in Zusammenhang mit starken Konjunkturdaten aus China. Gold bleibt zwar weiterhin gefragt, doch die jüngsten Schwächen des gelben Metalls trotz aufflammender Krisen im Gaza-Streifen und anderswo lassen aufhorchen. Der Goldmarkt scheint ermüdet von geopolitischen Risiken.


Auf den Ölmärkten ging es weiter abwärts. Die Sorte Brent hat vergangene Woche 2,5 Prozent verloren und wird aktuell mit einem Kurs von 106 USD pro Barrel gehandelt. Auch die Sorte WTI muss kämpfen und ist mit einem Kurs von 98 USD pro Barrel zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder unter die 100-USD-Marke gefallen. Die Saxo Bank bleibt bei Ihrer Einschätzung für eine stärker werdende Weltwirtschaft in diesem und dem nächsten Jahr und rechnet damit, dass sich das auch in der Ölnachfrage wiederspiegeln wird.