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06.12.2018

Raiffeisen KAG holt die meisten FNG-Bestnoten f├╝r nachhaltige Fonds

Das Forum für Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) hat 66 Fonds aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern verglichen. Die Unversität Hamburg hat das unabhängige Audit übernommen.

Foto: FNG

Die FNG-Siegel, die in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben wurden, haben sich über die vergangenen Jahre als Standard für nachhaltige Investmentfonds im Markt etabliert. Bei der diesjährigen Verleihung unterzog erstmals die Universität Hamburg als unabhängiger Auditor insgesamt 66 Fonds von 30 Fondshäusern einer strengen Bewertung. Ein externes Komitee, mit Vertretern des WWF Schweiz, der Universität Kassel, einer Landeskirche aus der Schweiz und der österreichischen ÖGUT hat das Verfahren überwacht. Die Bewerber kamen nicht nur aus dem deutschsprachigen Raum, sondern mit 12 Fonds aus den Niederlanden, Italien, Skandinavien, Großbritannien und auch erstmals aus Luxemburg und Norwegen. 65 wurden dann auch mit einem Gütesiegel ausgezeichnet. Insgesamt wurde die Höchstnote von drei Sternen an 25 Fonds vergeben, fast ein Drittel. Die Erste Asset Management bekam elf Gütesiegel, davon fünf mit der Bestnote. Die Raiffeisen KAG erreichte zehn Gütesiegel, davon acht mit drei Sternen und ist damit die erfolgreichste deutschsprachige Fondsgesellschaft bei den Bestbewertungen. „Das FNG-Siegel zählt zu den begehrtesten Auszeichnungen unter nachhaltig veranlagenden Investmenthäusern. Dass die Fonds der Raiffeisen KAG vom Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) regelmäßig zu den besten nachhaltigen Publikumsfonds im gesamten deutschsprachigen Raum geratet werden, ist ein starker externer Beleg dafür, dass wir das Thema mit großer Ernsthaftigkeit und Verantwortung betreiben“, freut sich Dieter Aigner, Geschäftsführer der Raiffeisen KAG. Die Erste Asset Management kann sich damit trösten mit einem nachhaltig veranlagten Volumen von 5,3 Milliarden Euro (Stand: 31.10.2018) in insgesamt fünfzehn nachhaltigen Publikumsfonds und mehreren Spezialfonds am Heimatmarkt Österreich der Marktführer zu sein. Das Anlagevolumen von Nachhaltigen Geldanlagen in Österreich hat 2017 laut FNG mit rund 15,2 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreicht.

Fonds auf Herz und Nieren überprüft

Die ganzheitliche Methodik des FNG-Siegels basiert auf einem Mindeststandard. Dazu zählen Transparenzkriterien und die Berücksichtigung von Arbeits- und Menschenrechten, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung wie sie im weltweit anerkannten UN Global Compact zusammengefasst sind. Auch müssen die einzelnen Unternehmen des jeweiligen Fonds explizit auf Nachhaltigkeits-Kriterien hin analysiert werden. Investitionen in Atomkraft, Kohlebergbau, bedeutsame Kohleverstromung, Fracking, Ölsande sowie Waffen und Rüstung sind tabu. Hochwertige Nachhaltigkeits-Investments, die sich in den Bereichen „institutionelle Glaubwürdigkeit“, „Produktstandards“ und „Selektions- und Dialogverfahren“ besonders hervorheben, erhalten bis zu drei Sterne. Das FNG-Siegel geht dabei weit über die reine Portfoliobetrachtung hinaus. Mit über 80 Fragen wird z.B. der Nachhaltigkeits-Anlagestil, der damit einhergehende Investmentprozess, die dazugehörigen ESG-Researchkapazitäten und ein eventuell begleitender Engagement-Prozess analysiert und bewertet. Darüber hinaus spielen u.a. Elemente wie Reporting, die Fondsgesellschaft als solche, ein externer Nachhaltigkeitsbeirat und Themen der guten Unternehmensführung eine wichtige Rolle.