Meldungen | Studien & Umfragen
19.01.2011

Österreicher zuversichtlicher als die Deutschen

Beim Geld anlegen und Sparen blicken die Österreicher zuversichtlicher nach vorn als die Deutschen. Dies zeigen die Ergebnisse zweier aktueller Befragungen. Jeder zweite Deutsche Bundesbürger fürchtet, dass sich die internationale Finanzkrise weiter verschlimmern wird. Entsprechend vorsichtiger ist man in Geldangelegenheiten geworden. Auch in Österreich überwiegt das Sicherheitsdenken bei der Geldanlage. Allerdings büßte das Sparbuch gegenüber dem Bausparvertrag an Beliebtheit ein, welches ebenfalls gegen Ende vergangenen Jahres an Bedeutung verlor, so die Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK Austria. 

Die Vorsicht regiert weiterhin

Die Vorsicht regiert weiterhin

Unter den Deutschen hat fast jeder dritte Befragte seinen Umgang mit Geldanlagen seit Ausbruch der Krise verändert. Besonders aktiv sind dabei die Selbstständigen und Personen mit hohem Einkommen, die zu jeweils über 70 Prozent mehr Wert auf Sicherheit und genauere Informationen vor Vertragsabschluss legen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts forsa im Auftrag des Versicherers Allianz unter gut tausend Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren. 
 
Unsicherheit ist bei Österreichern verschwunden 
 
In Österreich hat GfK Austria 20.000 persönlich geführte Interviews ausgewertet. Demnach büßte das Sparbuch gegenüber dem Bausparvertrag an Beliebtheit ein, welches ebenfalls gegen Ende vergangenen Jahres an Bedeutung verlor. "Die Unsicherheit der letzten zwei Jahre in breiten Teilen der Bevölkerung ist de facto verschwunden. Man traut sich wieder, mittel- bis längerfristig Geld anzulegen. Darüber hinaus sind die derzeitigen Sparbuchzinsen kaum interessant für breite Teile der Bevölkerung", kommentierte Alexander Zeh, Client Services Director bei der GfK, die Entwicklung. Beide Anlageformen liegen dennoch mit einer Quote von 47 bzw. 43 Prozent in der Beliebtheitsskala weiter vorn. 
 
Beratungsqualität von zentraler Bedeutung 
 
Das Interesse an einer Veranlagung in Aktien, Anleihen und Investmentfonds kehrt langsam wieder zurück. Gleichzeitig erreicht das Vorsorgeprodukt Nummer 1 bei den Österreichern, die klassische Lebensversicherung, mit einer Quote von 22 Prozent wieder den Wert aus dem Jahr 2008. Außerdem macht die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung ebenfalls Boden gut. In Deutschland kommt neben dem Angebot sicherheitsorientierter Produkte vor allem der Finanzberatung eine zentrale Rolle zu. Andree Moschner, Vertriebsvorstand der Allianz, bemerkte hierzu: "Beratungsqualität zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Bedarf der Sparer und Anleger analysiert wird und die geeigneten Lösungen gut und verständlich erklärt werden."