Meldungen | Anleihen, Marktanalyse
15.07.2013

Niedrige Renditen für sichere Staatsanleihen

Im aktuellen Inflationscheck von YPOS erhalten Sie einen Überblick, wie gut sich Zinsen und Dividendenrenditen im Vergleich zur offiziellen Inflationsstatistik schlagen.

      Aufgrund des niedrigen Leitzinses der Europäischen Zentralbank von nur 0,5 Prozent ist trotz der eher moderaten Preissteigerungsrate nach wie vor mit Geldmarktanlagen kein realer Kaufkrafterhalt möglich. Das zeigt auch der aktuelle YPOS-Inflationscheck: Im historischen Vergleich werden aktuell weder Laufzeit,- noch Kreditrisiken angemessen vergütet. So rentiert der Index für Unternehmensanleihen der Eurozone unter Berücksichtigung von Steuern, aber exkl. Kosten, unter der Inflationsrate.

 

Neben Direktanlagen sind klassische Rentenfonds, Mischfonds und viele weitere Fondsarten (bspw. Risk Parity Ansätze) mit hohem Rentenanteil von dieser Thematik betroffen. Die in der Vergangenheit erzielten Renditen sind mittelfristig nicht wiederholbar. Da der dämpfende Effekt steigender Anleihekurse bei fallenden Aktien zukünftig sehr viel geringer ausfallen wird, sind hier schlechtere Rendite-Risiko Profile zu erwarten.

 

Auch Kapitalsammelstellen (Lebensversicherungen, Versorgungswerke etc.) können nicht dauerhaft mehr Rendite ausweisen, als sie selbst am Kapitalmarkt vereinnahmen. Vor diesem Hintergrund war die neue Produktgeneration der Lebensversicherer, die keine dauerhaften Zinsversprechen mehr machen, eine absehbare Entwicklung. Die Konsequenzen der historisch niedrigen Renditen für sichere Staatsanleihen haben damit auch den konservativen Anleger und Versicherungsnehmer erreicht.

 

Im Anhang finden Sie den kompletten Inflationscheck unter anderem mit einem Chart zu den aktuell am Kapitalmarkt gehandelten Renditen der Assetklassen Geldmarkt, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Dividendenrenditen am Aktienmarkt sowie High Yield Anleihen im Vergleich zur Inflationsrate.