Meldungen | Aktien, Investmentfonds
16.02.2012

Nicht jedes Value-Investment bewährt sich in der Krise

Value-Strategien sind nicht zuletzt durch namhafte Investoren wie US-Börsenlegende Warren Buffett bekannt und haben viele Anhänger. Die Erfahrung zeigt, dass sich unterbewertete Unternehmen mittelfristig besser als der Gesamtmarkt entwickeln können und dass die Werthaltigkeit eines Unternehmens in Finanzkrisen eine gewisse Schutzfunktion gegen nachhaltigen Preisverfall bietet, machen die Investment-Experten von Veritas aufmerksam. „In der Krise ist jedoch auch reines Value Investing problematisch“, heißt es. „Denn in Baissephasen können Aktien immer noch billiger werden, auch wenn es keinen direkten Zusammenhang zwischen der fundamentalen Geschäftsentwicklung und dem Aktienkurs gibt“, erklärt Veritas-Fondsmanager Christian Riemann.

Markus Kaiser, Geschäftsführer u. CIO;Veritas

Markus Kaiser, Geschäftsführer u. CIO;Veritas

Notverkäufe von institutionellen Investoren und Hedgefonds machen in kritischen Marktphasen auch vor soliden Value-Aktien nicht halt. Für Anleger, die Value-Strategien präferieren, jedoch nicht immer voll in Aktien investiert sein möchten, hat Veritas die Value-Trend-Strategie entwickelt, die die Stärken der wertorientierten Anlage mit einer aktiven Absicherung gegen Kursverluste kombiniert.

Aufholen massiver Kursverluste schwierig

„Wenn, wie in den letzten Jahren mehrfach gesehen, Aktien in kürzester Zeit ein Drittel oder mehr an Wert verlieren, kann dies verheerende Auswirkungen auf ein Portfolio haben, da die Aufholung massiver Kursverluste nur durch anschließend überproportional hohe Kurssteigerungen möglich ist“, sagt Markus Kaiser, Geschäftsführer und CIO bei Veritas. Hier setze Veritas mit seiner Value-Trend-Strategie an: Der innovative Ansatz, der bei den Aktien- und Mischfonds der Gesellschaft zum Einsatz kommt, kombiniert die Stärke der fundamentalen Aktienauswahl mit der aktiven Steuerung des Investitionsgrads auf Marktebene.

Auf Basis des eigens entwickelten Quality-Value-Modells werden zuerst anhand fundamentaler Bewertungskriterien Aktien von Unternehmen selektiert, die günstig bewertet sind (Value) und zudem eine solide Finanzstruktur aufweisen (Quality). Darüber hinaus werden die vorherrschenden Trends an den Aktien- und Rentenmärkten mittels des Veritas Trendphasenmodells analysiert. Durch Anpassung des Investitionsgrads entsprechend der Signallage können die verwalteten Portfolios so von nachhaltigen Trends und Trendwechseln profitieren. Das Ergebnis dieser Kombination sei ein besserer Schutz in Baisse-Phasen und damit eine langfristig höhere Wertstabilität.

Absicherungen schrittweise aufgelöst

Die Aktienmärkte werden nun wieder deutlich positiver gesehen. „Aktuell ist nur noch das japanische Aktien-Exposure abgesichert. Nachdem wir die Absicherung für die US-amerikanischen Aktienmärkte bereits Anfang Januar aufgelöst hatten, folgte jetzt auch die Auflösung der Absicherung für Europa“, so Riemann weiter.

Der Veri-Global Fonds kann seit Jahresbeginn eine Performance von 6,51 Prozent vorweisen, der Verifonds von 5,07 (Stand 13.2.2012).