Meldungen | Gesundheit, Investmentfonds
03.02.2016

Neue Therapien und Biosimilars machen Hoffnung

Trotz schwieriger Märkte in Fernost konnte der Asien-Gesundheitsfonds von Lacuna und Bellevue Asset Management an Wert zulegen. Managing Director Oliver Kubli erklärt, wie er das auch in Zukunft erreichen will.

Oliver Kubli, Managing Director Bellevue AM

Oliver Kubli, Managing Director Bellevue AM

Bellevue AM

Pharma, Biotech und andere Medizinsparten haben in der Vergangenheit für verlässliche Renditen in den einschlägigen Fonds gesorgt. Allerdings gab es auch wieder Korrekturen und der Zukunftsmarkt der Schwellenländer ist auch nicht mehr so vertrauenserweckend wie am Anfang des Jahrzehnts. Um den weltweiten Gesundheitsmarkt und die aktuellen Trends ging es auch wieder beim Besuch der Lacuna AG und von Bellevue Asset Management vorige Woche in Wien. Oliver Kubli, Managing Director bei Bellevue in Zürich, sieht noch immer hohes Aufholpotenzial in den Emerging Markets: „Südkorea hat bereits Österreich bei der Lebenserwartung überholt, während indische Männer und Frauen um eineinhalb Jahrzehnte früher sterben. China hat 3,8 Krankenhausbetten pro 1000 Einwohner, Österreich genau doppelt so viele“. Der Crash in China habe die Performance übrigens wenig belastet, denn bereits im Juni wurden die chinesischen Positionen stark reduziert, erklärte Kubli. Andererseits sei ein Einstieg bei den chinesischen Festlandaktien (A-Shares) geplant, sagt Thomas Hartauer, Vorstand der Lacuna AG. Diese hat den Lacuna - Adamant Asia Pacific Health Fonds 2011 initiiert und sorgt für den Vertrieb.


Immunonkologie im Kommen

Ein erfreulicher Trend zeichnet sich jedenfalls bei der Behandlung von Krebs ab. Vor 50 Jahren überlebten in den USA nur ein Drittel der Patienten, heute sind es zwei Drittel. „Die Frage ist nun: Schaffen neue Therapieansätze das letzte Drittel? Die Immunonkologie ist die neueste Forschungssparte und könnte für heute schwer behandelbare Krebsarten wie Lungenkrebs eine Alternative zur Chemotherapie sein. Mit Ono Pharma haben wir ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet als größte Position in unserem Asia Pacific Health Fonds“, so Kubli.

Ein weiterer Wachstumstreiber könnten die so genannten Biosimilars sein. Das sind Nachahmerprodukte eines Biopharmazeuticums, das nach Patentablauf des Originals zugelassen wird, ähnlich einem Generikum. Allerdings ist der Wirkstoff nicht völlig identisch und darum kostet es ungleich mehr die Biosimilars zu entwickeln (200 Mio. US-Dollar) und dauert länger (ca. 8 Jahre). „Daher ist der Preisabschlag vom Original mit 30 Prozent wesentlich geringer als bei Generika“, sagt Kubli. „Biosimilars werden vor allem in der Krebstherapie und als TNF-Blocker gegen rheumatiode Erkrankungen eingesetzt. Mit Celltrion haben wir den weltweit führenden Anbieter im Fonds“. Bei der Performance war 2015 für den Lacuna - Adamant Asia Pacific Health zwar nicht so dynamisch wie 2014, aber mit rund 10 Prozent konnte man sich als Asien-orientierter Fonds noch recht gut halten. Seit dem Start 2011 waren es fast 90 Prozent Rendite für die Anleger.