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01.04.2015

Lombard Odier und ETF Securities starten Anleihe-ETFs

Die Kooperation verknüpft die Erfahrung von Lombard Odier IM in Bereich auf Fundamentaldaten basierenden Investments mit der Kompetenz von ETF Securities im Produktmanagement von ETFs und dem Zugang zum Sekundärmarkt.

Mark Weeks, CEO ETF Securities

Mark Weeks, CEO ETF Securities

Foto: ETF Securities

Der Smart-Beta-ETF-Anbieter Lombard Odier Investment Managers und der ETP-Anbieter ETF Securities haben sich zusammengeschlossen, um eine Reihe von Anleihe-ETFs anzubieten, deren Einzelpositionen nach Fundamentaldaten gewichtet sind. Die Produkte entsprechen der europäischen Investmentrichtlinie (OGAW) und sind damit für eine breite Investorengruppe investierbar. Bisher waren die auf Fundamentaldaten basierenden Strategien für festverzinsliche Anlagen von Lombard Odier IM Investoren nur über klassische Investmentfonds zugänglich. Gemeinsam bieten Lombard Odier IM und ETF Securities nun einer breiteren Investorenbasis – von Pensionsfonds und Versicherungen über Vermögensverwalter und Finanzberater bis hin zu Online-Brokern – die Möglichkeit, in Smart Beta-ETFs auf Anleihen zu investieren. Das für Mitte April geplante Listing der ETFs an der Londoner Börse bedeutet eine deutliche Ausweitung des Angebots an fundamental gewichteten globalen Staatsanleihen sowie globalen und europäischen Unternehmensanleihen. Das Listing eines ETF auf lokale Anleihen von Emerging Markets ist für Anfang Mai geplant.

„Mit dieser Partnerschaft ergänzt sich die Fachkompetenz zweier Branchenführer. Wir freuen uns sehr, dass die Zusammenarbeit zustande gekommen ist. Mit den ETFs auf die Anleihen-Strategie von Lombard Odier IM, die auf Fundamentaldaten basiert, bieten wir eine innovative Smart Beta-Lösung an, um in Anleihen zu investieren“, sagt Mark Weeks, Chief Executive Officer von ETF Securities. „Die beständige Erweiterung unseres Produktangebots ist wesentlich für unsere Strategie: Neben Rohstoffen, Währungen, Aktienthemen sowie Short- und gehebelten ETPs bieten wir nun auch festverzinsliche Anlagelösungen an.“ Die Mehrheit der Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren ist in Strategien investiert, die einem traditionellen Marktkapitalisierungsansatz folgen. Bei einer Investition in Aktien hat dieser Ansatz zur Folge, dass Investoren in die größten Unternehmen investieren. Auf dem Anleihemarkt bedeutet dies jedoch, dem Emittenten mit dem größten Emissionsvolumen Mittel zur Verfügung zu stellen. Der von Lombard Odier IM entwickelte fundamentale Ansatz fußt darauf, dass Anleiheinvestoren in erster Linie Kreditgeber sind. Die Höhe der emittierten Schulden ist daher nicht relevant. Vielmehr sollte sich eine Investition in Anleihen auf die Fähigkeit des Emittenten fokussieren, seine Schulden zurückzahlen zu können. Dieser Ansatz bewertet daher fundamentale Faktoren von staatlichen und privatwirtschaftlichen Emittenten. Bei Staatsanleihen gehören hierzu das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das Verhältnis von BIP und Staatsverschuldung sowie die finanzwirtschaftliche und politische Stabilität. Bei Unternehmensanleihen wird zunächst der Beitrag der jeweiligen Branche zur gesamten Wirtschaftsleistung betrachtet. Dann werden Umsatz, Höhe der Verschuldung, Kapitalfluss und Kreditqualität des jeweiligen Emittenten bewertet. Ziel ist es, das Verhältnis von Risiko und Rendite für den Anleger zu verbessern.