Meldungen | Investmentfonds, Marktausblick
04.07.2012

Investmentfonds in der Krisenentwicklung

Die Märkte stecken noch immer im Strudel der Krisenentwicklung in der Eurozone. Die Kurse steigen, fallen wieder und verhalten sich bereits seit Monaten völlig unkontrollierbar. Ereignisse, wie die Neuwahl in Griechenland oder die Ausweitung des EU Rettungsschirms für Spanien sorgen weiterhin für viele Spekulationen.

Jürg Zeltner, CEO bei UBS Wealth Management

Jürg Zeltner, CEO bei UBS Wealth Management

Für die Anleger ist diese Situation besonders schwer, denn das Finden der geeigneten Anlage ist zurzeit noch sehr viel schwieriger als ohnehin schon. Dies sagt auch Jürg Zeltner, der als CEO beim UBS Wealth Management tätig ist: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions- und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.“

 

Wen es jedoch in den vergangenen Wochen nicht allzu schlimm getroffen hat, sind Investmentfonds. Unter ihnen haben sich die meisten relativ gut gehalten. Besonders computergesteuerte Fonds haben kürzlich immer mehr überzeugt. Europäische sowie globale Aktien verloren nur wenige Prozente innerhalb der vergangenen drei Monate seit März. Der europäische Fonds aus dem System des Uni Global Minimum Variance von der Genfer Vermögensverwaltung UniGestion lag sogar sechs Prozentpunkte vor dem MSCI Europe und der global anlegende Aktienfonds konnte ein Plus von drei Prozent verzeichnen.

 

Im deutschen Raum konnten die Fonds teilweise jedoch ebenfalls trotz Krise stark überzeugen. Darunter ist auch der erst 2010 gestartete Fonds DC Value One. Obwohl die vergangenen Monate eher von Verlusten gezeichnet waren, konnte der Fonds immerhin um 0,22 Prozent zulegen und war kaum Schwankungen ausgesetzt, im Gegensatz zu den Deutschland-Aktienindizes. Der Fonds selbst ist nicht sonderlich groß, in ihm stecken nur elf Millionen Euro, doch die Beteiligungsfirmen selbst sind ebenso eher klein. Ob sich die Fonds auch nach der Wahl in Griechenland behaupten werden, wird erst ab der nächsten Woche genau abzusehen sein.