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17.03.2011

Invesco: "Allwetterfonds" mit Risikokontrolle

Immer häufiger werden Fonds aufgelegt, bei denen das Management versucht, das Risiko respektive die Schwankungsfreudigkeit genau zu steuern. Einer davon ist der Invesco Balanced-Risk Allocation Fund. 

Christian Ulrich,  Portfoliomanager bei Invesco

Christian Ulrich, Portfoliomanager bei Invesco

Die Rendite einer Veranlagung kann man für gewöhnlich nicht kontrollieren, das Risiko jedoch schon, lautet ein Börsen-Kalauer. Immer mehr Anlegern ist der Zusammenhang zwischen Rendite und Risiko bewusst. Es gibt ja bekanntlich keinen "free lunch". Und die risikofreie Rendite schon gar nicht. Wer also hohe Rendite haben will, geht zumeist auch ein entsprechendes Risiko ein. 
 
Bei zeitgemäßen Fondsmanagement-Ansätzen geht man dazu über, dem Risiko vermehrt Augenmerk zu schenken und versucht es ganz gezielt in einer gewissen Bandbreite zu halten. Einer dieser Fonds ist der im September 2009 aufgelegte Invesco Balanced-Risk Allocation Fund. Er soll wirtschaftliche Umschwünge gut ausgleichen können, meint man beim Fondshaus Invesco. Tatsächlich hat der Fonds gegenüber einem Vergleichsportfolio bestehend aus 60% MSCI-Weltaktienindex und 40% JP Morgan Staatsanleihenindex Europa während der Griechenlandkrise von April bis Juni 2010 um 1,49% zugelegt, während das Vergleichsportfolio negativ war. Seit der Auflage jedoch war letzteres mit 13,55% besser als der Fonds mit 12,73%. "Es geht bei dieserm Fonds eben nicht darum, sämtliche Gelegenheiten auszureizen", erklärt Christian Ulrich, Portfoliomanager bei Invesco. 
 
Angelegt wird in Aktien, Staatsanleihen und Rohstoffen, mit dem Ziel die Volatilität während eines gesamten Marktzyklus nicht über 8 Prozent gehen zu lassen. Dennoch könne eine negative Performance in Sondersitutationen nicht ausgeschlossen werden, so Ulrich. Leerverkäufe werden nicht getätigt. 
 
Drei Asset Klassen 
 
Zunächst wird der Risiko-Anteil der drei Asset Klassen bestimmt und anhand dessen erst ihre Gewichtungen. Die zwei Hauptstrategien des Fonds Mit der ersten wird versucht, den Risikobeitrag jeder der drei Vermögensklassen mit dem Ziel auszugleichen, die Wahrscheinlichkeit, das Ausmaß und die Dauer von Kapitalverlusten zu mindern. Das heißt, der Beitrag jeder Klasse zum Portfoliorisiko soll etwa gleich hoch bleiben.
Mit der zweiten Strategie, der taktischen Asset Allokation, wird versucht, die Verteilung der Vermögenswerte dahingegehend zu optimieren, dass sich die erwarteten Renditen steigern lassen.
Um eine entsprechende Performance erzeugen zu können, sei u.U. ein Hebel nötig. Das Portfolio wird einmal im Monat angepasst.