Meldungen | Marktkommentar, Trading
09.08.2018

Fünf Tipps fürs Trading im Sommer

Insbesondere im Sommer, wenn Börsen keine klaren Bewegungen auf der Ober- bzw. Unterseite aufweisen, sind klassische Spielregeln für Trader schwer anwendbar. Wie man die heißen Monate am besten für sich nutzt, hat Martin Chmaj, Trading-Experte beim Online-Broker GKFX, in fünf Tipps zuammengefasst.

Martin Chmaj

Martin Chmaj

Foto: GKFX

Tipp 1: Short-Signale erkennen und nutzen

Es gibt eine einfache Strategie, die auf einem einzigen Parameter basiert, dem Kalendermonat. Die Historie zeigt, dass der DAX im August und September statistisch mit Abstand die schlechtesten Renditen bringt. Trader können dies zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie vermehrt Ausschau nach Short-Signalen halten - insbesondere nach Short-Umkehrzeichen, die sich an markanten Bereichen wie Hochpunkten oder in einer weit gelaufenen Korrektur ausbilden können. Diese sind nämlich erste Anzeigen dafür, dass bei Anlegern ein Umdenken stattfindet. Besonders heiße Tipps sind hier die Aktien der Linde AG sowie der Allianz SE.

Tipp 2: The Trend Is Your Friend

Dieses alte Sprichwort hat auch im Sommer seine Gültigkeit: Ein Trend sollte in jedem Fall gehandelt werden – in die eine oder die andere Richtung. Bei gut laufenden Aktien wird fleißig investiert und die Kursgewinne beschleunigen sich. Wichtig ist es, den Trend auf Tagesebene zu beobachten. Wenn eine regelmäßige Bewegung ausfindig gemacht wird, ist es empfehlenswert möglichst tief aus der Korrektur einzusteigen, um das volle Potential auszuschöpfen. Und: Beim Einstieg ist oft Geduld gefragt – wenn es dann allerdings soweit ist, sollte nicht mehr gezögert werden. Trend-Favoriten sind derzeit Twitter und Mastercard.

Tipp 3: Japanischer Yen als Gigant im Forex-Sicherheitshafen

Größe und Liquidität zufolge ist der Devisenmarkt die absolute Nr. 1 unter den Finanzmärkten. Täglich werden hier mehr als 5 Milliarden US-Dollar gehandelt – das verspricht große Chancen für Trader. Rund 85 Prozent des Volumens betrifft die Hauptwährungen US-Dollar, Euro, Japanischer Yen, Schweizer Franken, Britisches Pfund sowie Kanadischer und Australischer Dollar. Der "Sicherheitsgarant" ist hierbei der japanische Yen. Sobald die Märkte ins Wanken geraten und schwache Zeiten bevorstehen, flüchten Anleger dorthin. Sehr stark sind derzeit die Währungspaare CAD/JPY und NZD/JPY.

Tipp 4: Fokus auf heiße Sommer-Aktien

Es gibt Branchen und Unternehmen, welche mit ihren Produkten und Dienstleistungen den Sommer-Wünschen ihrer Kunden nach Erfrischung, Erholung und Reisen Rechnung tragen. Diese sind besonders gefragt und rücken somit auch in den Fokus der Anleger. Zwei heiße Favoriten, die sich diesen Sommer als Erfolge herausstellen könnten, sind Nike und Nestle.

Tipp 5: Bei ESMA-Regeln kühlen Kopf bewahren

Mit 1. August 2018 treten die ESMA-Regeln für mehr Transparenz und Kundenschutz in Kraft. Ein Punkt, der in der Branche für Aufschrei gesorgt hat, ist die Hebelregulierung. "Überhebelung" ist allerdings oft ein Grund, dass Trader mit weniger Erfahrung Verluste machen. Denn Profis nutzen überhaupt keine hohen Hebel – sehr gebräuchlich sind Hebel von 15:1 bis 20:1. Ebenfalls täuscht das Ende der Nachschusspflicht. Diese sorgt zwar gedanklich für Risikominderung, allerdings können Trader ihr investiertes Geld trotzdem verlieren. Anstatt nach schwindeligen Umwegen um ESMA zu suchen, können Trader die Regulierungen auch nutzen, um die Seriosität ihres Brokers zu beurteilen. Fragen nach Off-Shore Angeboten, Rabatten und Boni für Vieltrader oder Einstufung als professioneller Trader trotz mangelnder Voraussetzungen, zeigen wie weit der Broker gehen würde, um auch Unerlaubtes umzusetzen.