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02.03.2017

Fondsstudie: Wer hat zuletzt am besten performt?

Das Fintech-Portal moneymeets hat in einer Studie die Spitzenperformer aus 15 Anlageklassen verglichen. 32 von 56 analysierten Fonds schafften binnen eines Jahres mehr als 50 Prozent Rendite.

Lithiumabbau in Bolivien

Lithiumabbau in Bolivien

Vor einem Jahr sah es noch trauriger aus an den weltweiten Börsen, nach hohen Verlusten waren viele Aktienkurse- und Indizes im Keller. Die aktuelle Fondsstudie „Kursraketen für Fondsanleger“, die die Finanzplattform moneymeets erstellt hat, nahm sich daher die Spitzenreiter aus 16 Anlageklassen mit besonders hoher Performance in den vergangenen zwölf Monaten vor. Von Aktien Brasilien über Rohstoffe bis zu den Nebenwerten reicht die Palette. Gezeigt werden die jeweils drei besten Fondsperformer über zwölf Monate, die die Ratingagentur Morningstar mit mindestens vier Sternen bewertet und der beste ETF der Kategorie. Das Ergebnis: Sechs Fonds und ein ETF erreichten mehr als 100 Prozent Performance. Insgesamt 32 Portfolios schafften mehr als 50 Prozent. Andererseits ist es auch riskant, in diese Spitzenperformer zu investieren. Ihre Manager bewegen sich teils in sehr engen Märkten und bei einer Trendwende, kann es zu hohen Verlusten kommen. „Es empfiehlt sich deshalb einerseits, nur geringe Summen zu investieren. Andererseits sollten Fondskäufer bereit sein, die Papiere notfalls rasch abzustoßen“, so die Experten von moneymeets.


Hohe Kursgewinne bei Rohstoffen und Schwellenländern

Am höchsten flog in den vergangenen zwölf Monaten der Strategic Lithium Index Strategy des Luxemburger Anbieters von der Heydt Invest. 167 Prozent Wertzuwachs schaffte der Fonds, der auf Fördergesellschaften des Batterie-Rohstoffs Lithium setzt und schnitt damit von allen 31.994 Fondstranchen, die in Deutschland erhältlich sind, in diesem Zeitraum am besten ab, besagen die Daten des Analysehauses Morningstar. Auch in diesem Jahr legte die Performance des Lithium-Fonds bereits um 13 Prozent zu. Ein Ende des Aufwärtstrends scheint nicht in Sicht: Das US-Investmenthaus Goldman Sachs rechnet damit, dass sich die Nachfrage aufgrund weltweiter Förderungen bei Elektroautos vervielfachen wird.

Die meisten Hundertprozenter der untersuchten Anlagekategorien finden sich in den Anlageklassen Aktien Brasilien und Aktien Russland. So durchbrechen nicht nur die aktiv gemanagten Aktienfonds Parvest Equity Brazil, der BNY Mellon Brazil Equity und der Aberdeen Global Brazil im zwölf Monats-Vergleich die Hundertprozentmarke. Auch der ETF ishares MSCI Brazil reißt diese Messlatte. Die Börse Rio scheint somit eindeutig im Aufwind. Die brasilianische Wirtschaft schrumpfte zwar 2014 und 2015 jeweils um mehr als 4 Prozent, doch 2016 stabilisierten sich einige für das Land wichtigen Rohstoffpreise. Auch der Ölpreis legte und so reden in punkto Brasilien inzwischen mehrere Experten von einer Trendwende. Die drei genannten Fonds legten auch 2017 bereits zweistellig zu.

Aktien aus Deutschland und Österreich in den Top 5

„In vielen Depots deutscher Privatanleger sind Wertpapiere aus der Heimat deutlich zu stark gewichtet“, warnt Martin Weber, Professor für Behavioral Finance an der Universität Mannheim. So mag der eine oder andere Investor erstaunt sein, deutsche Aktienfonds unter der Rubrik „Beimischungen“ zu finden. Doch genau hier gehören sie hin. Denn deutsche Aktien bieten branchentechnisch nur wenig Streuung. Das Gros der Mittel eines Privatanlegers sollte in europaweit oder weltweit investierenden Portfolios stecken, raten auch Vermögensverwalter unisono. Die deutschen Aktienmärkte zählen mit mehr als 20 Prozent Plus in den vergangenen zwölf Monaten zu den besten Performern unter den etablierten Börsen. Noch höher fiel die Durchschnittsrendite aller Fonds lediglich in Norwegen, Österreich und Japan aus.

 

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