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19.01.2012

Fondshäuser empfehlen auch für 2012 Dividendentitel

Wie schon im Vorjahr propagieren die Aktienexperten diverser Fondsgesellschaften auch für 2012 Dividendenwerte. Karola Gröger, Director of Sales Austria bei M&G Investments, bringt gute Argumente hervor, das Augenmerk besonders auf solche Unternehmen zu lenken, die ihre Dividenden kontinuierlich erhöhen.„Dividendensteigerungen sind ein massives Instrument um Aktieninvestments positiv zu gestalten“, so Gröger.

 

Karola Gröger, M&G Investments

Karola Gröger, M&G Investments

Bei der Betrachtung der S&P 500-Konzerne seit 1972 zeige sich, dass die Erträge für den Investor von Aktiengesellschaften ohne Dividendenausschüttungen nahezu Null ausmachten. Die größten Zuwächse wiesen die so genannten „Dividendensteigerer“ aus. „Eine höhere Dividende impliziert eine Unternehmenskultur der Disziplin“, sagt M&G-Managerin Gröger, „denn die angekündigte Dividende muss das Unternehmen ja auch erwirtschaften“.

 

M&G hat einen passenden Fonds im Programm, den M&G Global Dividend Fund. Er zeichne sich durch einen niedrigen Portfolio-Umschlag aus. Das Vermögen wird auf rund 50 Titel aufgeteilt, jedes Monat gibt es bloß ein bis zwei Zu- oder Abgänge. Die Performance des Fonds seit seiner Auflage im Juli 2008 beträgt 7,6%.

 

Dividendenkürzungen lassen sich freilich auch bei genauester Analyse nicht ausschließen: Von den Dividendenbekanntmachungen im M&G-Fonds seit Auflage hätten 105 Erhöhungen statt gefunden – dem stehen 17 Kürzungen gegenüber.

 

Asiatische Dividendentitel

 

Auch für Polly Kwan, Managerin des Fidelity Asia Pacific Dividend Fund, sind dividendenstarke Aktien derzeit so interessant wie schon lange nicht mehr. Sie sieht in ihnen eine „solide Allwetterstrategie”. In Abschwungsphasen seien Anlagestrategien erfolgreicher, die auf dividendenstarke Aktien setzen. Vor allem asiatische börsennotierte Unternehmen wiesen die viel stärkeren Bilanzen auf und seien deutlich geringer verschuldet als jene  in Europa oder in den USA.

 

„Nach der Finanzkrise in Asien Ende der neunziger Jahre haben die dortigen Unternehmen die Verschuldung deutlich reduziert und Barreserven aufgebaut. Das ist die Basis, um höhere Dividenden zahlen zu können“, so Kwan. Vor zehn Jahren haben nur rund 60% aller Konzerne im asiatisch-pazifischen Raum Dividenden gezahlt haben, heute sind es an die 82%.

 

Und bei jedem vierten asiatischen Unternehmen werde die Dividende bei 3 Prozent oder mehr liegen. In der gegenwärtigen Niedrigzinssituation seien die Dividendenrenditen asiatischer Unternehmen daher überaus attraktiv. Und das werde auf absehbare Zeit so bleiben, da der Cash Flow steige und die Eigenkapitalquote hoch sei. Tatsächlich horten asiatische Unternehmen weiterhin Barreserven: Nach vorläufigen Berechnungen ist der Netto-Verschuldungsgrad in Asien ohne Japan im Jahr 2011 auf 16 Prozent zurückgegangen, führt Kwan an. Im Langzeitdurchschnitt liegt die Quote bei 34 Prozent.

 

Dividenden in Asien steigen tendenziell

 

Kwan: „Daher ist der Ausblick für die Dividendenentwicklung in asiatischen Schwellenländern weiter positiv." Trendberechnungen zufolge erhöhe sich die Auszahlungsquote der Unternehmen aus asiatischen Schwellenländern in den nächsten drei Jahren von aktuell 32 Prozent auf 37 Prozent. „Nicht ausgeschlossen, dass dieser Wert sogar übertroffen wird, da sich der Aufstieg der Region in den kommenden Jahren voraussichtlich fortsetzen wird, die Auswertung jedoch nur die bisherige Entwicklung berücksichtigt. Konkret bedeutet das einen möglichen Anstieg der durchschnittlichen Dividenden in asiatischen Schwellenländern von rund drei auf 3,5 Prozent bis zum Jahr 2015."

 

Dividendenstarke Aktien der asiatischen Märkte kombinieren somit nach Ansicht von Fidelity zwei Vorteile: regelmäßige Erträge über dem Inflationsniveau und die Aussicht auf Kapitalzuwachs des asiatischen Aktienmarkts.