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21.11.2012

Fidelity-Experte: „Moody's Timing für Frankreich Downgrade überrascht”

Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs um eine Stufe von Aaa auf Aa1 herabgestuft. Zwar seien die Wachstumsaussichten der Grande Nation langfristig durch verschiedene strukturelle Herausforderungen belastet, dennoch findet Tristan Cooper, Analyst für Staatsanleihen bei Fidelity Worldwide Investment, die Herabstufung zum jetzigen Zeitpunkt überraschend.  

Tristan Cooper, Fidelity Worldwide Investment

Tristan Cooper, Fidelity Worldwide Investment

„Die Herabstufung Frankreichs durch Moody's schließt sich der Schlussfolgerung über langfristige strukturelle Wachstumshindernisse des Landes an, zu der Standard & Poor's bereits mit ihrem AA+ Rating mit negativem Ausblick im Januar dieses Jahres gekommen sind. Die Grundlage für Moody's Entscheidung enthält keine zusätzlichen oder neuen Erkenntnisse, sondern lang Bekanntes", meint Cooper.

 

Insofern sei nicht Moody's Entscheidung Frankreich herabzustufen an sich überraschend sondern das Timing. Denn die jüngsten Zahlen zum dritten Quartal sind besser als erwartet, meint Cooper. Zudem habe Frankreich bereits auf den Bericht des Regierungsbeauftragten und früheren EADS-Chefs Louis Gallois reagiert und eine Senkung der Lohnnebenkosten für Unternehmen angekündigt. Cooper: „Das werte ich als positiven Schritt in Richtung Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit."