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21.06.2019

Fidelity erstellt eigene Nachhaltigkeitsratings

Die Fondsgesellschaft integriert seit Kurzem proprietäre Ratings für 3.000 Aktien- und Anleiheemittenten in den gesamten Anlageprozess. Die Unternehmen werden innerhalb der Branchen mit den Mitbewerbern verglichen.

Marty Dropkin, Leiter des globalen Anleihe-Research bei Fidelity

Marty Dropkin, Leiter des globalen Anleihe-Research bei Fidelity

Foto: Fidelity

Fidelity International weitet sein globales Research mit neu eingeführten eigenen Nachhaltigkeitsratings aus. Die Ratings umfassen das von Fidelity analysierte Aktien- und Rentenuniversum mit über 3.000 Emittenten. Die Nachhaltigkeitsratings basieren auf dem umfangreichen Research von Fidelity sowie Erkenntnissen aus dem kontinuierlichen Dialog mit Firmenentscheidern. Damit sollen die Ratings zukunftsbezogene Einschätzungen zu ESG-Strategien und -Leistungen von Unternehmen ermöglichen. Das Anlageuniversum wird dabei in 99 Teilsektoren untergliedert, um branchenspezifische Kriterien einfließen zu lassen. Anhand dieser werden die Emittenten mit ihren Wettbewerbern verglichen, wobei die vergebenen Ratings von A bis E reichen ("Best in Class"). „Es ist wesentlicher Bestandteil unseres Anlageprozesses zu beurteilen, wie gut ein Unternehmen den Bedürfnissen seiner Interessengruppen im weitesten Sinne gerecht wird. Der logische nächste Schritt war eigene Nachhaltigkeitsratings zu entwickeln, die zu unserem fundamentalen bottom-up-basierten Research-Prozess passen und die Erkenntnisse unserer zahlreichen Unternehmenskontakte integrieren“, erklärt Marty Dropkin, Leiter des globalen Anleihe-Research bei Fidelity International.

Den Nachhaltigkeitsratings liegen laut Fidelity die Beurteilungen von über 180 Aktien- und Rentenanalysten zugrunde, die pro Jahr an mehr als 16.000 Meetings mit Firmenentscheidern teilnehmen. Die Ratings werden jährlich oder nach einer Änderung der Firmenpolitik sowie einem außergewöhnlichen Unternehmensereignis auf den Prüfstand gestellt. Die proprietären Nachhaltigkeitsratings seien umfassend in den Anlageprozess integriert und stünden allen Anlageteams als zusätzliche Informationsquelle und Unterstützung bei Anlageentscheidungen für die Kundenportfolios zur Verfügung, heißt es aus dem Unternehmen.