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08.12.2011

Feri gibt Deutschland weiterhin ein AAA

Die Wirtschaftskraft und die Stabilität der öffentlichen Finanzen würden die Bestnote rechtfertigen, sagt die deutsche Rating-Agentur.

Die Feri EuroRating hält an ihrer höchsten Bonitätseinschätzung für Deutschland fest. „Für die Beibehaltung der höchsten Bonitätsnote „AAA“ sprechen vor allem die große Wirtschaftskraft, die Position Deutschlands als weltweiter Nettogläubiger und die hohe Stabilitätskultur auch in Bezug auf die öffentlichen Finanzen“, schreibt Axel Angermann Leiter Economics bei Feri EuroRating in einem Rating-Update. Nach Einzelindikatoren betrachtet, liege die Bewertung des deutschen Schuldenstandes mit aktuell mehr 80% des BIP und des Haushaltssaldos mit einem Defizit von knapp 1% des BIP im Jahr 2011 zwar unterhalb der Bestnote. Jedoch werde dies durch die Stärken Deutschlands mehr als ausgeglichen, so der Feri-Ökonom. Die finanziellen Verpflichtungen, die Deutschland mit der EFSF und den Notkrediten für Griechenland bisher eingegangen ist, sind in den Feri-Prognosen bereits enthalten. Selbst wenn die gegebenen Bürgschaften und Garantien für die Griechenland-Hilfe in voller Höhe zahlungswirksam würden, stiege die Verschuldung Deutschlands lediglich um etwa 2 Prozentpunkte des BIP an.
Eine Neubewertung der Risiken wäre erforderlich, wenn ein großes Mitgliedsland der Eurozone Hilfsgelder benötigen würde, deren Höhe die Mittel der EFSF übersteigt, oder wenn die Europäische Währungsunion auseinanderbrechen würde. Beides ist aber für die Rating-Agentur „aus heutiger Sicht unwahrscheinlich“.