Feri EuroRating: „Gesunkenes Ausfallrisiko in baltischen Staaten“
Estland und Lettland werden für die erfolgreichen Konsolidierungsschritte mit Heraufstufungen belohnt.
Während die großen Rating-Agenturen in letzter Zeit mit Abstufungen bei den Länder-Ratings von sich reden machen, meldet die deutsche Agentur Feri EuroRating zur Ausnahme ein Hinaufstufen, wenn auch nur der kleinen EU-Länder Estland und Lettland. Estland hatte sich mit zweistelligen Wachstumsraten den Ruf als „baltischer Tiger“ erworben, bevor seine Wirtschaft 2008 von der Finanzkrise am falschen Fuß erwischt wurde. Auf den Konjunktureinbruch folgte die Explosion des Staatsdefizits. Dem baltischen Nachbarn Lettland ging es nicht viel besser und beide Länder hat mit schlechten Ratings zu kämpfen.
Drei Jahre später sieht man bei Feri die Situation bedeutend besser: „Mit dem Abbau externer Ungleichgewichte, einem frühzeitigen Gegensteuern der Finanzpolitik sowie einer massiven internen Abwertung gelang es den baltischen Staaten relativ zügig, den Tiefpunkt der Krise hinter sich zu lassen.“ Für Lettland bedeutet das eine Verbesserung auf niedrigem Niveau auf die Note D und für Estland auf die viertbeste Note B+. „Die baltischen Staaten zeigen damit, wie die Folgen der Finanzmarktkrise erfolgreich überwunden werden können, auch wenn dies mit drastischen Einschnitten in die Haushalte verbunden war“, heißt es im Resümee von Feri.
