Meldungen | Finanzdienstleister
03.01.2011

Fast ein Drittel der Deutschen bevorzugt Altersvorsorge durch Immobilien

Allerdings können derzeit nur 12% auch mit Mieteinahmen im Alter rechnen, besagt eine Studie der Postbank 

1.806 deutsche Berufstätige ab 16 Jahren ließ die Postbank für ihre Studie "Altersvorsorge in Deutschland 2010/2011" vom Allensbacher Institut für Demographie befragen. Als idealen Form der Alterssicherung nannten dabei 29% der Befragten die zukünftigen Einnahmen aus vermietetem Grundbesitz (Vorjahr: 27%). Allerdings können bisher nur 12% von ihnen im Alter wirklich mit Miet- oder Pachteinnahmen rechnen (Vorjahr: 10%). Dennoch ist das der höchste je seit 2004 gemessene Wert. Bei der Einschätzung von vermietetem Immobilienbesitz als idealem Instrument der Altersvorsorge gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. So nennen 31% der Berufstätigen in den alten Bundesländern diese Art der Altersvorsorge aber nur 17% der Berufstätigen in Ostdeutschland.
Die Postbank Studie zeigt ebenfalls die Unterschiede zwischen berufstätigen Männern und Frauen auf: Männer schätzen demnach vermieteten Grundbesitz zur Altersvorsorge mit 31% deutlich häufiger als Frauen mit 27%. Auch zwischen Berufstätigen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen konnten Unterschiede festgestellt werden. Von den Berufstätigen mit Abitur nennen 36% Mieteinkünfte im Alter als ideale Vorsorgemöglichkeit, von den Berufstätigen mit einfachem Schulabschluss sind 29% dieser Meinung.
Laut Postbank-Chefvolkswirt Marco Bargel ist der Zeitpunkt für einen Erwerb von Immobilien in Deutschland aktuell günstig: "Im Unterschied zu anderen Staaten gibt es in Deutschland keine Immobilienpreisblase und Wohnimmobilien sind immer noch fast so günstig zu bekommen wie vor 10 Jahren. Angesichts niedriger Fertigstellungszahlen, die nach Berechnungen der Postbank unter dem Bedarf liegen, gibt es in Deutschland auch kein Überangebot an Immobilien." Außerdem sollten ein außergewöhnlich niedriges Zinsniveau und ein starker Konjunkturaufschwung in den kommenden Jahren für ein immobilien-freundliches Umfeld sorgen, so die Prognose der Postbank.