Meldungen | Marktkommentar
19.03.2015

„Europäische Aktien weiterhin mit Potenzial“

Philipp van Hove, Portfoliomanager bei Hansainvest empfielt auch sicherheitsorientierten Anlegern ihre Investments in Aktienfonds auszuweiten. Die unterstützenden Faktoren für Aktien würden auch im weiteren Jahresverlauf wirksam sein.

Philipp van Hove, Fondsmanager Hansainvest

Philipp van Hove, Fondsmanager Hansainvest

Hansasinvest

Die Aktienmärkte in Europa verfügen nach dem starken Jahresauftakt 2015 über weiteres Steigerungspotenzial. Zu dieser Einschätzung gelangt Philipp van Hove, Portfoliomanager des europäischen Aktienfonds HansaSmart Select E der Hamburger Kapitalverwaltungsgesellschaft Hansainvest Hanseatische Investment-GmbH. „Die Attraktivität von Dividendentiteln sticht vor allem im direkten Vergleich zu Rentenpapieren hervor“, sagt van Hove. Für Unterstützung im Jahresverlauf dürften im Euroraum zudem der starke US-Dollar, der gesunkene Ölpreis und das extrem billige Geld der Notenbanken sorgen. Der Portfoliomanager geht zwar davon aus, dass die Märkte in den kommenden Monaten auch immer wieder korrigieren werden. „Belastungsfaktoren wie die griechische Schuldenkrise oder der Ukraine-Konflikt sind keineswegs zu vernachlässigen.“ Andererseits herrsche unter institutionellen Anlegern großer Anlagenotstand: „Viele Investoren warten auf zwischenzeitliche Rücksetzer, um diese zum Auf- und Ausbau von Aktienpositionen zu nutzen.“ Van Hove hatte bereits kurz nach dem Börsenrückschlag im vergangenen November angeregt, investiert zu bleiben. Dabei verwies der Manager auf ein mögliches Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Als das Programm im Januar tatsächlich verkündet wurde und umfangreicher ausfiel als allgemein erwartet, kannten die Kurse dann kein Halten mehr.

Mehr Gewicht für Aktien in der Vermögensallokation

Sicherheitsorientierten Anlegern legt der Fondsmanager ans Herz, auch zum jetzigen Zeitpunkt über eine angemessene Berücksichtigung von Aktien in ihrer Vermögensallokation nachzudenken: „Mit einer risikodämpfenden Strategie lassen sich Ertragschancen realisieren und zwischenzeitliche Einbußen wirkungsvoll begrenzen.“ Das quantitative Anlagekonzept seines HansaSmart Select E sei speziell auf die Bedürfnisse eher konservativer Anleger und Investoren zugeschnitten: „Das oberste Ziel dieses ausschließlich im Euro-Währungsraum investierenden Aktienfonds besteht in der Reduzierung von Verlustrisiken und nicht in der Renditemaximierung“, so der Fondsmanager heraus. „Bei einer Volatilität von 11,5 Prozent weist der Fonds über den 3-Jahres-Zeitraum einen Wertzuwachs von rund 72,5 Prozent aus.“

Quantitativer Ansatz bringt „Lehrsatz“ ins Wanken

Die Portfoliozusammenstellung folgt ausschließlich einem quantitativen Ansatz, Vergleichsindizes spielen dabei keine Rolle. Ein mathematischer Algorithmus errechnet, welche Kombination von Einzeltiteln das geringste Verlustrisiko birgt. „Aufgrund der strikten Ausrichtung auf die Risikokontrolle kann das Portfolio stark von der Entwicklung seines Anlageuniversums, dem EuroStoxx, abweichen“, erklärt van Hove. Zudem werde sehr aktiv umgeschichtet. So vervierfachte sich der Anteil deutscher Aktien im Portfolio von Sommer 2014 bis März 2015 auf rund 48 Prozent. Branchenseitig wurden in diesem Zeitraum Versorger und Telekom-Titel reduziert, Aktien aus den Sektoren Industrie, Gesundheit und Finanzen hingegen deutlich aufgestockt. „Das wird sich aber auch wieder ändern“, stellt der Fondsmanager klar. Denn die Zusammensetzung des HansaSmart Select E wird einmal im Monat überprüft und gegebenenfalls angepasst. Das quantitative Modell arbeitet dabei mit dem Risikomaß „Value at Risk (VaR), das Wahrscheinlichkeiten für die Verluste einzelner Wertpapiere oder ganzer Portfolios ermittelt.