Meldungen | Marktanalyse, Volkswirtschaft
29.09.2020

Euroland: Der Ausblick hellt sich auf

Das Economic Sentiment der Europäischen Kommission steigt zum fünften Mal in Folge an.

Ulrich Kater, Deka Bank

Ulrich Kater, Deka Bank

Deka Bank

Das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum ist angestiegen, erklärt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka Bank, in seinem jüngsten Marktkommentar. Darauf deutet das Economic Sentiment der Europäischen Kommission hin. Mit 91,1 Punkten lag es im September 3,6 Punkte höher als im Vormonat. Es ist der fünfte Anstieg in Folge. Das Economic Sentiment hat sich zwar in den vergangenen Monaten spürbar verbessert, aber es befindet sich noch unter seinem Vorkrisenstand aus dem Februar.

Der Anstieg beim Gesamtindikator geht auf Verbesserungen in allen Teilbereichen (Industrie, Konsumenten, Dienstleister, Einzelhandel und Bau) zurück. Den stärksten Beitrag lieferte der Dienstleistungssektor.

In der Länderabgrenzung zeigte sich ebenfalls ein positives Bild unter den fünf größten EWU–Staaten im September: Italien (+8,4 Punkte), Frankreich (+5,8 Punkte), den Niederlanden (+2,1 Punkte), Spanien (+1,6 Punkte) und Deutschland (+1,2 Punkte).

Aber das Economic Sentiment verdeutlicht, wie mühsam die Erholung ist. Der Durchschnittswert beim Economic Sentiment für das dritte Quartal ist, ohne Berücksichtigung des zweiten Quartals, der niedrigste Quartalsdurchschnitt seit mehr als sieben Jahren.