Meldungen | Investmentfonds
06.12.2017

Erster börsennotierter Infrastrukturfonds von M&G lanciert

Der Vermögensverwalter M&G Investments legt einen neuen Luxemburger SICAV-Fonds mit Fokus auf Kerninfrastruktur und Digitalisierung auf. Die Infrastruktur-Errichter und Betreiber sehen sich auch mit Anforderungen an die Nachhaltigkeit konfrontiert.

Alex Araujo, Fondsmanager bei M&G Investments

Alex Araujo, Fondsmanager bei M&G Investments

M&G

Der M&G (Lux) Global Listed Infrastructure Fund investiert in Unternehmen, die physische Infrastrukturanlagen besitzen oder kontrollieren und mit denen sie das weltweite Wirtschaftswachstum fördern. Ein weiterer Fokus sind Unternehmen, deren Vermögenswerte das Funktionieren der Gesellschaft im Alltag unterstützen. Die Einnahmen aus derartigen Unternehmen sind oft inflationsgeschützt. Aktieninvestoren kommen die stabilen und wachsenden Cashflows, die sie generieren, zugute, denn diese Werte bieten typischerweise eine im Vergleich zu globalen Aktien höhere Rendite bei geringerer Volatilität. „Dazu gehören Versorgungswerke, Energieunternehmen und Verkehrsbetreiber. Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung ist die Nachfrage nach diesen Dienstleistungen über den gesamten Konjunkturzyklus tendenziell widerstandsfähig“, erklärt Alex Araujo den Aufbau des Fonds. Er verwaltet den Fund seit der Auflage 2017 und verfolgt ein Gesamtrenditeziel, das darauf abzielt, den MSCI AC World Index über einen Zeitraum von fünf Jahren zu übertreffen. Der Fonds zielt also sowohl auf ansteigende Ertragsströme als auch auf langfristigen Kapitalzuwachs ab. Eine Schwierigkeit, die besonders Infrastrukturunternehmen betrifft, weil diese ihre Projekte oft über Kredite finanzieren ist die Aussicht auf Zinserhöhungen. Araujo bringt aber auch diese Aussicht nicht aus der Ruhe, wie er in einem Video zu den Auswirkungen von Zinserhöhungen erklärt.

Global und digital

Die Strategie des M&G (Lux) Global Listed Infrastructure Fund stützt sich auf ein eigenes, globales Anlageuniversum, das Tiefe und Liquidität bieten soll. Der Fonds ist sowohl in geografischer Hinsicht als auch bezüglich der Infrastruktursegmente diversifiziert. Zur klassischen Definition von Kerninfrastrukturanlagen kommen moderne Elemente hinzu, die eine zunehmend digitale und vernetzte Welt mit sich bringt. Fondsmanager Alex Araujo: „Infrastruktureinrichtungen müssen sich weiterentwickeln, um der Alltagsrealität unserer Zeit gerecht zu werden, die mehr und mehr von digitalen Dienstleistungen und Hochgeschwindigkeitsnetzen abhängt. Dementsprechend erweitern wir unser Anlageuniversum auf aufkommende Infrastrukturen, die langfristiges strukturelles Wachstum und attraktive Anlagechancen für den Fonds bieten.“ Werner Kolitsch, Head of Germany and Austria, legt besonderes Augenmerk auf ein globales agieren des Fonds: „Da in den Industrieländern mehr und mehr mit ansteigender Inflation gerechnet wird, sind die Anleger auf der Suche nach globalen Aktienprodukten, die eine Diversifizierung, inflationsgeschützte Einkommensströme und solide Gesamtrenditen auf lange Sicht bieten.“

Die Anlage in langlebige Unternehmen und physische Vermögenswerte verlange eine entschlossene Fokussierung auf Nachhaltigkeit, so Araujo. Daher bezieht der Fonds ausdrücklich die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance) in den Anlageprozess ein. Infrastrukturunternehmen sind in Bezug auf ESG-Themen zunehmend mehreren Interessengruppen gegenüber rechenschaftspflichtig. Der Fonds untersteht dem Team "Equity Income" von M&G, das von Stuart Rhodes geleitet wird. Ab einer Mindestanlagesumme von 1000 Euro können Anleger in den Fonds investieren, dabei fällt eine jährliche Managementgebühr von 2% an, sowie ein Ausgabeaufschlag von 1,25%.