Meldungen | Fondsmarkt
15.04.2013

Dynamische B├Ârsen trieben deutschen Fondshandel im 1. Quartal an

Das ebase-Fondsbarometer registrierte ein Zwischenhoch im Januar mit 156 Punkten. Die Fondsberater zeigten sich außerdem eher sicherheitsorientiert.

Dax und Dow Jones sind im Höhenflug – das hat den Fondshandel in Deutschland beflügelt. Dennoch bleiben die Fondsberater weiterhin auf sichere Anlagen bedacht, so das aktuelle Fondsbarometer von ebase, das die Handelsaktivität von mehr als 50.000 Beratern im vergangenen Quartal in Deutschland widerspiegelt. Deutsche und europäische Fonds werden verkauft, Asien steht weiter hoch im Kurs. Der Indexwert war im Januar 2013 auf 156,7 Punkte gestiegen, den höchsten Stand seit zwei Jahren. Ein Wert von mehr als 100 zeigt eine überdurchschnittliche Handelsaktivität an. Nach einem schwächeren Februar (98,1) steigt der Index im März wieder auf 115,8 (s. Chart). „Das Stimmungshoch an den Börsen hat die Anlageklasse Fonds wieder stärker ins Blickfeld der Berater gerückt und für Bewegung auf diesem Markt gesorgt“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase.

Sicherheitsorientierte Fondstypen wie Mischfonds und Rentenfonds bleiben bei den Beratern gefragt. Der Kaufquotient zeigt mit Werten von 1,27 beziehungsweise 1,23 an, dass diese Fonds im ersten Quartal 2013 öfter gekauft als abgestoßen wurden. Bei Aktienfonds (0,80) und Dachfonds (0,60) hingegen überwogen die Rückflüsse. „Viele Fondsberater setzen weiterhin auf Sicherheit. Obwohl die Handelsaktivität im ersten Quartal stark angestiegen ist, unterscheiden sich die beliebtesten Fondstypen kaum von denen der Vorquartale“, sagt Rudolf Geyer. „Aber das muss nicht so bleiben: Bei weiter steigenden Kursniveaus werden die Chancen für den Vermögensaufbau besser.“

Ostasien-Trend festigt sich

Bei den Anlageregionen bevorzugten die Fondsberater die Wachstumsmärkte. Anfang 2013 hat sich die Orientierung nach Fernost und in die Schwellenländer als Anlageregionen weiter gefestigt. Der Kaufquotient von 2,14 zeigt die starke Nachfrage nach ostasiatischen Fonds (ohne Japan und die ASEAN-Staaten). Fonds, die in Südostasien (1,57) und selbst im schwächelnden Japan investieren (1,57), verzeichnen deutlich mehr Zuflüsse als Abflüsse. Die Emerging Markets liegen bei einem Kaufquotient von 1,18. Europäische Fonds hingegen werden eher verkauft (0,93), das gilt besonders für deutsche Fonds (0,54). „Ein niedriger Kaufquotient bei hoher Handelsaktivität lässt vermuten, dass hier vor allem Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben“, erklärt Geyer.