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14.02.2019

DWS startet zwei thematische ETFs mit künstlicher Intelligenz

Ein ETF für die Mobilität der Zukunft und ein weiterer für Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) werden auch selbst mit Unterstützung durch die KI erstellt.

Mit der Einführung der neuen thematischen Xtrackers ETFs ermöglicht die DWS Investoren einen Zugang zu Unternehmen, die bei Zukunftstrends eine führende Rolle einnehmen. Mit einem neuartigen Verfahren werden Aktien ausgewählt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit am stärksten am gerade beginnenden technologischen Fortschritt partizipieren. Der Xtrackers Future Mobility UCITS ETF ermöglicht den Zugang zu Unternehmen, die besonders stark in Trends im Mobilitätssektor engagiert sind. Dazu zählen autonom fahrende Fahrzeuge, die Umstellung auf Elektro- und Hybridfahrzeuge und damit verbundene Trends wie die Entwicklung von Lithium-Batterien. Der Xtrackers Artificial Intelligence and Big Data UCITS ETF zielt auf Unternehmen ab, die mit hoher Wahrscheinlichkeit steigende Gewinne aus Entwicklungen wie Deep Learning, Cloud-Computing, Bilderkennung, Spracherkennung und Chatbots sowie verwandten Themen wie natürlicher Sprachverarbeitung erzielen werden. Beide ETFs sind seit dem 5. Februar an der Deutschen Börse notiert.

Millionen Patente in der Datenbank

Die neuen ETFs bilden speziell entwickelte Indizes ab. Bei der eingesetzten Filtermethodik wird ebenfalls KI-Technologie verwendet. Im Kern werden Unternehmen identifiziert, die Patente besitzen, welche diese Unternehmen höchstwahrscheinlich zu bedeutenden Umsätzen in zukunftsträchtigen Bereichen verhelfen werden. Das Aktienuniversum für beide ETFs vor dem Start des Auswahlprozesses sind die Titel des Nasdaq Yewno Global Disruptive Technology Benchmark Index (ca. 1.200 Titel). Im ersten Schritt werden die Aktien mit Blick auf eine ausreichende Liquidität gefiltert. Dann wird ein KI-basierter Filter-Prozess angewendet. Dieser basiert auf Schlüsselwörtern, die sich auf ein Thema beziehen, sowie einer Analyse von Patentdatenbanken, die Patente themenübergreifend und mit Schlüsselwörtern verknüpft. Ein weiterer Filter erfolgt dann mit Blick auf den Unternehmensumsatz und der Aktivität in wichtigen Subsegmenten. Der endgültige Index für den ETF enthält bis zu 100 Aktien. Die KI-Technologie verarbeitet dabei Millionen von Patenten und Daten von Tausenden von Unternehmen. "Dank einer fortschrittlichen Methodik zur Auswahl der Aktien, die speziell für die Indizes entwickelt wurde, können wir die nächste Generation von thematischen Produkten anbieten", sagt Michael Mohr, Head of ETF Product Development. Die neuen ETFs verwenden direkte, physische Replikation und haben eine jährliche Pauschalgebühr von 0,35%.