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16.02.2012

Devisenabsicherung mit dem „Frankenkonzept"

Der Währungsexperte Gerhard Massenbauer bietet eine Devisenabsicherung für Schweizer Franken-Kreditnehmer an. Das Risiko einer weiteren Franken-Aufwertung sei groß, daher sollten Franken-Kreditnehmer unbedingt handeln, so Massenbauer.

Gerhard Massenbauer

Gerhard Massenbauer

„Als Hauptrisiko für ein Abweichen der Schweiz vom Verteidigen der Schwelle bei 1,20 zum Euro habe ich hauptsächlich eine Ursache identifiziert", sagt Gerhard Massenbauer, Gründer der Wiener Censeo Vermögensverwaltung GmbH. „Es ist nicht der mögliche Angriff durch ausländische Investoren, als vielmehr eine innenpolitische Verzerrung, die aus dem Establishment der Schweiz kommen kann."

SNB: Verlust der geldpolitischen Eigenständigkeit?

Massenbauer begründet seine Befürchtung u.a. damit, dass der interimistische Präsident der Schweizer Notenbank (SNB), Thomas Jordan, sich in einem Interview mit der Financial Times geäußert habe, dass im Frühjahr eine außerordentliche Parlamentssitzung in der Schweiz stattfinden werde, deren Gegenstand eine Beschneidung der Möglichkeiten der SNB zu intervenieren sein könne, womit die Eigenständigkeit der SNB gefährdet sei. Es sei davon auszugehen, dass Jordan eine solche „Öffentlichkeit“ nur anstrebe, wenn er ernsthaft Sorge habe, dass dies geschehen könnte. Fazit, so Massenbauer: „Das Risiko einer unkontrollierten Frankenaufwertung ist deutlich gestiegen."

Massenbauer bietet nun eine Devisenabsicherung an, die er das „Frankenkonzept" genannt hat. Handeln sei dringend geboten, denn Kunden, die beispielsweise von ihrer Hausbank zum Konvertieren gedrängt würden, müssten bei diesem Schritt 30 Prozent mehr Schulden in Kauf nehmen, die zurückzuzahlen sind und müssten zusätzlich auch in den kommenden zehn  Jahren um 20 Prozent mehr an Zinsaufwand im Euro aufbringen, als im Franken. Nichtstun berge die Gefahr sogar auch eine Schuldenverdoppelung hinnehmen zu müssen, die zwar zinsmäßig erträglich wäre, aber seitens der Bank zwangsweise realisiert werden könnte. Bei seiner Lösung müsse man lediglich zwei Prozent der Summe dafür aufwenden, um weiterhin Zinsen sparen zu können ohne Verschlechterung der eigenen Vermögensposition hinnehmen zu müssen und „dabei noch die Chance zu haben, 20 Prozent weniger Schulden in zehn Jahren haben zu können".

Workshop

Massenbauer informiert regelmäßig in seinen Seminaren über den Ausblick und die Handlungs-Möglichkeiten. Der nächste Workshop findet am 27. Februar in Wien statt, die Anmeldung ist bis zum 23. Februar möglich unter office@censeo.at