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17.09.2012

Deutschlands erster Vermögensverwalter-Fonds wird 25

Im Sommer 1987, kurz vor dem schwarzen Montag, legte Jens Erhardt seinen FMM-Fonds auf. Dieser hat seit dem eine Perfomance von 8,4% p.a. hingelegt

Fondsmanager Jens Ehrhardt

Fondsmanager Jens Ehrhardt

DJE

Jens Ehrhardt legte mit seiner DJE Kapital AG 1987 als erster Vermögensverwalter in Deutschland einen Fonds auf und steuerte sein Flaggschiff in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten durch alle stürmischen Börsenzeiten. Der FMM-Fonds hat seit seiner Auflegung 1987 durchschnittlich 8,4% Rendite pro Jahr erzielt. Damit übertraf er den Vergleichsindex MSCI World, der seitdem lediglich auf 3,2% pro Jahr kam.

 

Den ersten Härtetest musste der FMM-Fonds bereits zwei Monate nach seiner Gründung bestehen, als die Börsen am 19. Oktober 1987 den größten Crash der letzten Jahrzehnte erlebten. In dieser Zeit verlor der FMM-Fonds kein Geld, da durch den systematischen Ansatz große Risiken frühzeitig angezeigt wurden. „Ich habe meine Positionen gut abgesichert und konnte so den Fonds vor Verlusten bewahren“, blickt Jens Ehrhardt heute zurück. 1994 musste der Fonds allerdings erstmals Verluste hinnehmen: „Kein auch noch so gutes Modell kann in jeder Börsenphase richtig liegen. Aber wir liegen meistens richtig: In 25 Jahren hatte der FMM-Fonds nur fünf Jahre mit negativer Wertentwicklung, 20-mal haben wir für unsere Kunden Geld verdient.“

 

3-Säulen-Konzept

 

Die Investmentstrategie für den FMM-Fonds ruht auf drei Säulen. In die Anlageentscheidungen fließen neben fundamentalen Daten auch monetäre Faktoren und markttechnische Stimmungsindikatoren ein. Der Fonds wird seit 25 Jahren aktiv nach der gleichen FMM-Methode gemanagt. Aber auch hier hinterließ der Ausbruch der Finanzkrise 2008 seine Spuren und die Fundamentalbewertung wurde um die Schuldenproblematik vieler Industriestaaten ergänzt. „Die Schuldenproblematik spielt heute eine große Rolle und war vorher einfach in dieser Form nicht präsent.“ Das Fondsmanagement investiert weltweit in Aktien und Anleihen unabhängig von jeglichen Benchmark-Vorgaben. Die Investitionsquote der einzelnen Assetklassen wird dynamisch gesteuert, wobei die meiste Zeit Aktien den Schwerpunkt der Anlage bilden. Angelegt wird sowohl in Unternehmen, die dem Value-Ansatz zuzuordnen sind, als auch in aussichtsreiche Wachstumsunternehmen. Titel werden aber nur ins Portfolio aufgenommen, wenn sie den strengen Analysekriterien der FMM-Methode standhalten.

 

Die Grundlage für die FMM-Methode legte Ehrhardt mit seiner Dissertation bereits in den 70er Jahren, in der er sich mit dem monetären Einfluss auf die Börsen auseinandersetzte. Später nahm er als dritte wesentliche Komponente noch die Markttechnik in den Instrumentenkasten der Analyse mit auf. Durch eine fortwährende Analyse der Stimmung unter den Marktteilnehmern lässt sich der optimale Zeitpunkt für den Ein- und Ausstieg an den Aktienmärkten ziemlich zuverlässig bestimmen. Mit der FMM-Methode waren die Krisen in der Vergangenheit sehr gut in den Griff zu bekommen. Vor allem die monetären Frühindikatoren wie die Steigerungsrate der Geldmenge M1, die Bankenliquidität und die Zinsen lieferten relativ zuverlässige Hinweise auf die künftige Börsenentwicklung.