Meldungen | Investmentfonds
06.02.2015

Deutsche AWM startet quantitativen Contrarian-Strategie-Fonds

Der Aktienfonds enthält 125 Titel, die nach Meinung der Analysten zu Unrecht an Wert verloren haben. Die Auswahl erfolgt „maschinell“ mit einem quantitativen Modell von Sal. Oppenheim.

Ferdinand Haas, Co-Head of Active Investments Deutsche AWM

Ferdinand Haas, Co-Head of Active Investments Deutsche AWM

Foto: Deutsche AWM

Die Contrarians unter den Anlegern handeln entgegen der allgemeinen Marktstimmung und investieren in Aktien, die sonst kaum jemand haben will. Ein Ansatz, der jedoch Verlustrisiken birgt. Denn nicht jede Aktie ist nach einem Kurssturz auch tatsächlich falsch gepreist und verfügt damit über Erholungspotenzial. Mit dem „Deutsche Invest II Global Contra Strategy“ bietet die Deutsche Asset & Wealth Management (Deutschen AWM) einen Fonds an, der den Contrarian-Ansatz nutzt und solche Fehleinschätzungen vermeiden will. Er ist der erste Contrarian-Aktienfonds mit quantitativ-rationalem Investmentansatz am deutschen Markt. „Contrarian-Investing ist eine potentiell besonders renditestarke Investmentphilosophie. Allerdings weist sie ohne einen risikoorientierten Prozess eine sehr hohe Volatilität auf“, sagt Ferdinand Haas, Co-Head of Active Investments bei der Deutschen AWM.

Das der Aktienauswahl zugrunde liegende Modell stammt von Sal. Oppenheim, der Quant-Boutique innerhalb der Deutschen AWM. „Unsere ‚Maschine‘ erfasst die Fundamentaldaten von weltweit mehr als 6.000 Unternehmen, prognostiziert auf Basis von 200 dynamisch gewichteten Faktoren die künftigen Gewinne und siebt so die erfolgversprechendsten abgestraften Aktien aus“, sagt Irina Sidorovitch, die den Fonds zusammen mit Cord Brannolte managt. Beide arbeiten seit 2007 an quantitativen Strategien für Sal. Oppenheim. Das Ergebnis ist ein zur Begrenzung des Risikos breit diversifiziertes Portfolio aus durchschnittlich 125 Aktien. Derzeit entfallen 15,8% des Fondsvermögens auf Titel aus der Konsumgüterindustrie, 12,6% auf Papiere aus dem Gesundheitswesen und 10,6% auf Aktien aus dem Grundstoffsektor. Regional betrachtet stellen die USA mit 41,5% das Schwergewicht im Fonds, es folgen Japan (15,0%), Großbritannien (9,1%) und Deutschland (7,8%).

In die Vergangenheit zurückgerechnet, hat sich die Kombination aus Contrarian-Ansatz und quantitativer Expertise von Sal. Oppenheim bewährt. „Wir haben Backtests für den Zeitraum von Dezember 2001 bis Dezember 2013 durchgeführt. In dieser Periode ist der Deutsche Global Contra Strategy nach Kosten auf ein Plus von 7,0% pro anno gekommen, der MSCI World Gross TR (€) nur auf einen Anstieg um 3,9%. Auch hinsichtlich des Risikos hat unser Fonds mit einer Volatilität von 13,0% besser abgeschnitten als der MSCI World Gross TR (€) mit 13,7%“, sagt Co-Fondsmanager Brannolte.