Meldungen | Aktien, Marktanalyse
16.01.2020

Deutsche Aktien überraschten im Vorjahr

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds konnten 2019 sowohl Large Caps im Dax als auch kleinere Werte das Jahr mit einem kräftigen Plus beenden. Unternehmen aus einem Bundesland überraschten besonders.

Handelssaal Deutsche Börse

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Foto: obs/Deutsche Börse AG

Die deutschen Aktienindizes verzeichnen im abgelaufenen Jahr einen starken Anstieg der Notierungen. Und das, obwohl die deutschen Unternehmen stark unter den Störungen im internationalen Handel aber auch unter der Schwäche der verarbeitenden Industrie zu leiden hatten, wie die Analysten der Deka Bank in einer aktuellen Studie aufzeigen. Der Grund für die Entwicklung sieht man neben der günstigen Ausgangslage zum Jahresanfang 2019 aber auch in der Kehrtwende der Geldpolitik. Allein in den USA senkte die Notenbank im vergangenen Sommer erstmals seit 2008 wieder die Leitzinsen.

Kräftige Wertsteigerungen

Doch wie sah die Wertentwicklung konkret aus? Allein die im DAX 30 enthaltenen Aktien stiegen um 21,5 Prozent an. Mit den ausgeschütteten und wiederveranlagten Dividenden wurde ein Gesamtertrag von 25,5 Prozent erzielt. Noch besser lief es bei den kleiner kapitalisierten Unternehmen im MDAX und SDAX Index. Beide Indizes warfen 2019 einen Gesamtertrag von gut 31 Prozent ab. Gemessen an der Marktkapitalisierung sind somit in den drei DAX Indizes Vermögenswerte im Wert von rund 360 Milliarden Euro geschaffen worden, hält die Deka-Studie fest.

Bremen führt in der Rangliste

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Ordnet man den Hauptsitz der Unternehmen aus DAX, MDAX und SDAX Index den einzelnen Bundesländern zu, ergeben sich zwischen den Bundesländern enorme Unterschiede in der Wertentwicklung, heben die Deka-Bank-Experten zusätzlich hervor. In der Rangfolge der Wertentwicklung haben die von der Marktkapitalisierung her kleinsten Bundesländer Bremen (plus 74 Prozent) und Thüringen (plus 58 Prozent) mit Abstand die Nase vorne. Es folgen Berlin, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen schneiden von der Wertentwicklung her am schwächsten ab, zeigt man zudem auf. Die meisten börsennotierten Unternehmen sind im Übrigen mit einer Gesamtzahl von 37 in Bayern beheimatet, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. Dort haben 31 börsengelistete Unternehmen ihren Sitz.