Meldungen | Trading
23.05.2019

Brokerhaus GKFX zieht Retail-Geschäft aus London ab

Der Online-Broker verlegt den Standort für sein Privatkundengeschäft nach Malta. Grund dafür sei die unübersichtliche politische Lage in Großbritannien rund um den bevorstehenden Brexit.

Arkadius Materla, GKFX Österreich und Deutschland

Arkadius Materla, GKFX Österreich und Deutschland

Foto: GKFX

Anhaltende Diskussionen und Unsicherheiten rund um den Brexit haben den Online-Broker GKFX dazu veranlasst, sein Privatkundengeschäft aus London abzuziehen. „Unabhängig davon wie die Brexit-Debatten nun am Ende ausgehen, denken wir, dass es in diesem Umfeld zu Einschränkungen für Trader kommen kann“, begründet Arkadius Materla, Country Executive für Österreich und Deutschland bei GKFX, den Entschluss des Brokers, London als Standort für das Privatkundengeschäft den Rücken zu kehren. Lediglich das Institutional Business bleibt weiterhin in Großbritannien situiert. Sämtliche Dienstleistungen, die Trader bisher über GKFX UK in Anspruch genommen haben, stehen künftig unter der Handelsmarke GKFX Europe zur Verfügung. Aufgrund des Datenschutzes ist es notwendig, dass Kunden, die das möchten, einen Kontowechsel von GKFX UK zu GKFX Europe vollziehen. Dabei fallen keinerlei Kontogebühren an, auch eine Mindesteinlage ist nicht nötig. Bei GKFX UK offene Positionen und Kontoguthaben werden bei einem Wechsel binnen kurzer Zeit übertragen. Ausführender Broker der Handelsmarke GKFX Europe ist AKFX Financial Services in Malta, den GKFX schon vor einigen Jahren gekauft hat.

Team für deutschsprachige Kunden unverändert

Es ist geplant in den nächsten Wochen die deutsche Niederlassung von GKFX UK zu GKFX Europe zu wechseln. GKFX Europe (AKFX) ist bereits bei der BaFin als grenzüberschreitender Dienstleister (FDI) gem. § 53b KWG registriert. „Kunden aus dem deutschsprachigen Raum werden weiterhin vom selben Team wie bisher betreut“, verspricht Materla. Bei GKFX gab es durchaus auch Überlegungen, Frankfurt als neuen Hauptstandort für GKFX Europe auszuwählen. „Das hätte allerdings Nachteile für unsere Kunden mit sich gebracht, weil u.a. die Abgeltungssteuer auf Gewinne direkt vom Broker abzuführen wäre“, berichtet Materla, warum man sich letztlich dagegen entschied. Mit der nun getroffenen Regelung wird die Abgeltungssteuer künftig, wie auch bisher, einmal im Jahr von jedem Kunden im Rahmen seiner Steuererklärung in Eigenregie abgeführt.