Meldungen | Banken, Finanzmarkt
17.09.2011

Briten wollen Investmentgeschäft und Privatkundengeschäft trennen

Zukünftige Bail-Outs sollen so verhindert werden, die Eigenkapitalquote für das Privatkundengeschäft wird vermutlich 10% betragen.

George Osborne

George Osborne

In den 90er Jahren hat die US-Administration auf Druck der Finanzbranche die Trennung zwischen Investment-Banken und Retail-Banken aufgehoben. Mehr als ein Jahrzehnt später hat sich dieser Schritt als Voraussetzung für die Finanzkrise und die dann eilig geschnürten Bail-Out-Pakete für die US-Banken herausgestellt. Im traditionell bankenfreundlichen Großbritannien wird jetzt die Konsequenz aus den letzten drei Jahren gezogen. Eine Kommission der Regierung hat ein Jahr lang über neue Bankenregulierungen beraten und empfiehlt unter anderem innerhalb der Banken das Privatkundengeschäft vom Investmentgeschäft streng zu trennen. Die Steuerzahler sollen nicht noch einmal ihre eigenen Einlagen retten müssen, weil die Banken sich auf riskante Investmentgeschäfte eingelassen haben. Zusätzliche Sicherheit für die Kundengelder erhofft man sich durch eine Eigenkapitalquote von 10% im Retail-Sektor. Schatzkanzler George Osborne kündigte an, die Empfehlungen der Kommission auch umsetzen zu wollen. In Kraft treten sollen die neuen Regulierungen allerdings erst 2019.