Meldungen | Fondsmarkt
17.03.2011

Beliebte Mischfonds, ETFs weiter im Trend

Mischfonds gewannen im deutschen Fondsmarkt mit rund 14 Milliarden Euro am stärksten neue Mittel hinzu. Bei einem Marktanteil von 17 Prozent sind sie damit die Gewinner des vergangenen Jahres. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft Kommalpha in Hannover.

Deutliche Zuwächse erzielten auch die beiden anderen volumenstärksten Fondssegmente Aktienfonds und Rentenfonds. Sie konnten jeweils um rund zehn Milliarden Euro zulegen und kamen innerhalb der Publikumsfonds auf Marktanteile von rund 34 bzw. 22 Prozent. Demgegenüber fielen Geldmarktfonds im anhaltenden Niedrigzinsumfeld durch Mittelabflüsse von knapp 17 Milliarden Euro auf einen Marktanteil von knapp sechs Prozent zurück.

 

 

Wenige Fonds vereinen einen Großteil des Marktvolumens auf sich 
 
Diese Interessensschwerpunkte spiegeln sich, den Ergebnissen der Studie zufolge, auch in den Fondsauflagen wider. Mit über 100 neuen Fonds nahm das Angebot im Bereich der Mischfonds am stärksten zu, gefolgt von rund 60 Rentenfonds. Der Studie zufolge werden aber die meisten Fondsgruppen von einer überschaubaren Anzahl großer Fonds dominiert. Beispiel Aktienfonds: 50 Prozent des gesamten Marktvolumens entfallen auf weit weniger als fünf Prozent der Fonds. Nicht unwesentlich besser sieht es bei Renten- und Mischfonds aus. Hier decken jeweils rund 15 Prozent der Fonds die Hälfte des Marktvolumens ab. 
 
Größere Mittelabflüsse bei Deka und Union Investment 
 
Weiter voll im Trend sind Exchange Traded Funds, kurz ETFs: Mit Mittelzuflüssen von 8,6 Milliarden Euro erreichten sie fast das Niveau der aktiv gemanagten Konkurrenz, die es auf 10,7 Milliarden Euro brachten. Wer konnte mit seinen Fonds am stärksten überzeugen? Laut den Verfassern war es bei den Rentenfonds Pimco (plus 17,5 Milliarden Euro), Investmenttocher der Allianz Global Investors sowie db x-trackers, die ETF-Sparte der Deutschen Bank (plus 5,4 Milliarden Euro). In größerem Umfang Mittel abgeben mussten hingegen die DekaBank Gruppe sowie die Union Investment Gruppe im Umfang von 6,4 bzw. 2,8 Milliarden Euro.