Meldungen | Beteiligungen
25.10.2017

Bantleon baut das Geschäftsfeld Technologie-Investments aus

Der Asset Manager hat eine eigene Beteiligungsgesellschaft gegründet, die langfristig investieren soll. Anders als bei Private Equity gibt es aber kein Exit-Szenario.

Jörg Schubert, Vorstand der Bantleon AG

Jörg Schubert, Vorstand der Bantleon AG

Foto: Bantleon

Mit der Beteiligungsgesellschaft German Technology AG mit Sitz in Hannover beteiligt sich Bantleon als Ankeraktionär mit langfristigem Fokus an börsennotierten sowie an inhabergeführten Technologieunternehmen mit Schwerpunkt auf der DACH-Region. So ist die German Technology mit einem Anteil von 20% größter Einzelaktionär bei dem auf Lasertechnik spezialisierten Maschinenbauer LPKF Laser & Electronics AG. „LPKF ist ein innovatives Unternehmen mit herausragenden Produkten und sehr guten Perspektiven“, erklärt Markus Peters, Vorstand Finanzen und Beteiligungen der German Technology AG und seit Oktober dieses Jahres zudem Aufsichtsratsvorsitzender von LPKF. „Auch viele andere Unternehmen verfügen über wertvolles Know-how, das wir gemeinsam mit dem Management und mit den Mitarbeitern entfesseln wollen, um nachhaltig Werte zu schaffen. Deshalb bringen wir unsere Expertise in den Bereichen Organisation, Technologie und Finanzen ein.“

Wissenschaftlicher Beirat für den Auswahlprozess

Um geeignete Unternehmen für langfristig erfolgreiche Beteiligungen zu identifizieren , hat Bantleon in einer in Deutschland neuen Form Expertise dazugehält: Ein Team aus Aktienanalysten, Beteiligungsexperten und Industriepraktikern wird bei der Auswahl der Technologiesektoren und der entsprechenden Unternehmen eng vom »Bantleon Technology Council« begleitet. Dieses Gremium besteht aus führenden Wissenschaftlern verschiedener Forschungsrichtungen. „Mit dieser Kombination können wir industrielle Entwicklungen frühzeitig erkennen und unternehmerisch erfolgreich begleiten“, ist Peters überzeugt. „Auch junge Unternehmen können von unserem Ansatz profitieren.“

Verzicht auf Anlagehorizont und Exit-Szenario

Im Gegensatz zu Private-Equity-Gesellschaften verfolgt die German Technology AG bei ihren Investments kein Exit-Szenario. „Unsere Portfolio-Unternehmen begleiten wir durch unternehmerisches Engagement, gleichermaßen aktiv wie konstruktiv und stets mit langfristigem Fokus“, betont Peters. „Operative und strategische Veränderungsprozesse unterstützen wir mit Aufsichtsrats- oder Beiratsmandaten. Deshalb sind wir auch der ideale Partner für Nachfolgelösungen.“ Bei der Suche nach geeigneten Unternehmen setzt Bantleon auch auf die seit vielen Jahren bestehenden Geschäftsbeziehungen mit deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken. „Als Familienunternehmen mit mehr als 25 Jahren Historie sind wir ein vertrauensvoller Ansprechpartner für mittelständische Unternehmen, die Wert auf Beteiligungen ohne Exit-Strategie legen«, sagt Jörg Schubert, Vorstand der Bantleon AG.

Institutionelle und private Investoren können investieren

Neben der German Technology AG managt das Technologie-Team von Bantleon einen offenen Spezialfonds und einen Publikumsfonds. Über den Publikumsfonds Bantleon Select Global Technology können Investoren in strukturelle Technologietrends zu investieren, ohne auf Diversifikation und Liquidität zu verzichten. Demgegenüber konzentriert sich der offene Technologie-Spezialfonds Bantleon Technology, der ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten ist, auf eine fokussierte Auswahl von Unternehmen mit Schlüsseltechnologien und entsprechend überdurchschnittlichem Wachstumspotential. Der Spezialfonds ist ein klassischer transparenter und liquider Wertpapierspezialfonds mit den Eigenschaften von Private Equity.