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21.03.2012

Aquila Capital kauft Kraftwerk für Wasserkraftfonds

Mit dem Erwerb besteht kein Blindpoolrisiko mehr, das Closing dürfte vor Ende der Zeichnungsfrist liegen.

 

Für den Fonds "HydropowerInvest II – Southeast Europe" hat Aquila Capital das Laufwasserkraftwerk „Türkei 1“ gekauft. „Dieses Kraftwerk in der Türkei ist das einzige Investitionsobjekt des Fonds. Da aktuell bereits 85% des avisierten Eigenkapitals eingesammelt wurden, rechnen wir mit einem Closing deutlich vor Ende der Zeichnungsfrist", so Axel Stiehler, Geschäftsführer von Aquila Capital.
Das Laufwasserkraftwerk liegt 200 km nord-östlich von Ankara und profitiert besonders von seiner Lage: Es wurde direkt unterhalb eines Stausees gebaut, der eine hohe Vollauslastung ermöglicht. Die hieraus resultierende Leistung beläuft sich auf etwa 150 Gigawattstunden jährlich. Bei der Berechnung der Ausschüttungen kalkuliert Aquila Capital konservativ mit der staatlich garantierten Einspeisevergütung. Es ist jedoch auch möglich, den Strom am Markt zu verkaufen: Der Spotpreis lag seit Novellierung des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien 2005 stets oberhalb der Einspeisevergütung von 7,3 US-Cent pro KWh. „Aufgrund der weiterhin steigenden Energienachfrage gehen wir davon aus, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzt“, sagt Stiehler. Inzwischen hat die Ratingagentur Scope das allgemeine Potenzial von Investitionen in Wasserkraftwerke in der Türkei und die spezifischen Berechnungsgrundlagen des Aquila HydropowerInvest II durch ihr Urteil A- (gut) bestätigt. „Da wir den Kaufvertrag nun wie geplant unterschrieben haben und das Wasserkraftwerk somit fest an unseren Fonds binden konnten, besteht nun auch kein Blindpool-Risiko mehr", erklärt Stiehler. Für das zweite Quartal 2012 plant Aquila Capital bereits zwei weitere Wasserkraftfonds.