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09.03.2012

2.300 Anleger schließen sich Strafverfahren gegen AWD und Maschmeyer an

Seit fast einem Jahr ermittelt die Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bereits gegen den AWD.

Nicht nur Anleger sind in den vergangenen Jahren mit Hilfe des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gegen den „Finanzoptimierer“ AWD vor Gericht gezogen. Ungemach droht auch von strafrechtlicher Seite: Der VKI selbst hat im April 2011 bei der Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen den AWD sowie dessen Gründer Carsten Maschmeyer eine Klage wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs eingebracht. Nun haben sich auch 2.300 Anleger, die bereits wegen Fehlberatung eine Sammelklage anstrengen, als Privatbeteiligte an das Verfahren angeschlossen. Der VKI als Anzeiger in diesem Ermittlungsverfahren wird von den Rechtsanwälten Dr. Soyer und Dr. Briem vertreten. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. "Der Anschluss der Geschädigten am Ermittlungsverfahren zeigt die Dimension der Vorwürfe gegen den AWD auf", sagt Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI. "Die Geschädigten haben die Hoffnung, dass die Gerichte die Vorwürfe umfassend aufklären werden und nehmen daher als Privatbeteiligte auch am strafrechtlichen Ermittlungsverfahren teil." Vom AWD heißt es in einer Aussendung, dass sich auch durch diesen Privatbeteiligtenanschluss „nichts an der Haltlosigkeit der vom VKI in seiner Strafanzeige erhobene Vorwürfe ändert“. Der Finanzdienstleister wertet das lediglich als weiteren Versuch dem Unternehmen systematisch einen Imageschaden zuzufügen.